Startrainer Robert Garcia hat ein mögliches Duell zwischen Oleksandr Usyk und David Benavidez eingeordnet und dabei vor allem den Faktor Zeit hervorgehoben.
Ein möglicher Kampf zwischen Oleksandr Usyk und David Benavidez ist zwar derzeit Zukunftsmusik, doch Robert Garcia hat das Szenario bereits bewertet. Der renommierte US-Coach sagte nun, dass er Benavidez in etwa zwei Jahren gute Chancen gegen den vereinigten Schwergewichts-Champion einräumt.
Garcia macht dabei vor allem das Alter zum entscheidenden Punkt. Usyk nähert sich der 40, während Benavidez physisch noch in einer Phase ist, in der Größe, Druck und Aktivität weiter eine große Rolle spielen könnten. Nach Garcias Einschätzung würde sich das Kräfteverhältnis in einem späteren Zeitpunkt zugunsten des Mexican-American verschieben.
Für europäische Fans ist die Aussage vor allem deshalb relevant, weil Usyk als ukrainischer Weltstar seit Jahren eine der prägendsten Figuren des Boxens auf dem Kontinent ist. Seine Siege auf den großen Bühnen in Europa und im Schwergewicht haben ihn auch in der DACH-Region zu einem der bekanntesten Namen des Sports gemacht.
Sportlich wäre ein solches Duell hochinteressant, weil es weit über ein reines Namensduell hinausginge. Usyk steht für Beinarbeit, Ringintelligenz und saubere Winkel. Benavidez bringt hohes Volumen, konstanten Vorwärtsdruck und Reichweite mit. In der Gewichtsklasse würde ein solcher Kampf die Frage beantworten, ob ein technisch überragender Veteran die Physis und Arbeitsrate eines deutlich jüngeren Herausforderers noch kontrollieren kann.
Garcia formulierte seine Prognose klar: In zwei Jahren, so seine Ansicht, würde Benavidez Usyk schlagen. Bis es so weit kommen könnte, hängt jedoch vieles davon ab, wie lange Usyk auf Topniveau aktiv bleibt und welchen Weg Benavidez in den nächsten großen Kämpfen einschlägt.