Wenige Tage nach seinem knappen Sieg über Khamzat Chimaev bei UFC 328 hat Mittelgewichts-Champion Sean Strickland offengelegt, dass er mit einer Schulterverletzung in den Titelkampf gegangen ist.
Wenige Tage nach UFC 328 hat Sean Strickland erklärt, dass er beim Titelkampf gegen Khamzat Chimaev angeschlagen ins Octagon stieg. Der Mittelgewichts-Champion setzte sich am vergangenen Wochenende per Split Decision durch und schilderte danach, dass er sich die Schulter in den letzten Trainingstagen verletzt hatte. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz war das Duell auch deshalb relevant, weil Chimaev durch seine starke Präsenz in Europa und seine Popularität im deutschsprachigen MMA-Markt seit Jahren besondere Aufmerksamkeit bekommt.
Nach Stricklands Angaben passierte der Vorfall am Dienstag vor dem Kampf im Gym von Plinio Cruz beim Sparring mit PFL-Champion Johnny Eblen. Demnach attackierte Eblen die Beine, Strickland wurde nach hinten gedrückt und prallte gegen eine Ziegelwand, woraufhin die Schulter heraussprang. Später sprach er von einer AC-Gelenkverletzung ersten Grades. Trotzdem sagte er den Kampf nicht ab.
Sportlich verschärft diese Enthüllung den Blick auf die Mittelgewichtsklasse. Strickland stabilisiert mit dem Erfolg seine Position an der Spitze der Division und bringt sich für die erste Titelverteidigung in Stellung. Chimaev dagegen verpasste die Chance, sich endgültig als nächster dominanter Champion der Gewichtsklasse zu etablieren. Genau darin liegt die Tragweite des Ergebnisses: Für Strickland geht es nun darum, fit zu bleiben und gegen den nächsten Top-Herausforderer anzutreten, während Chimaev sehr wahrscheinlich noch einen weiteren Sieg gegen die Elite braucht.
Für europäische Zuschauer sind solche UFC-Main-Events meist in der Nacht auf Sonntag relevant; der Hauptkampf beginnt je nach Fightcard in der Regel erst in den frühen Morgenstunden MESZ und ist in der DACH-Region üblicherweise über DAZN oder den UFC Fight Pass verfügbar. Der nächste Fokus liegt nun auf Stricklands Gesundheit – und auf der Frage, ob Chimaev mit einem überzeugenden Auftritt sofort wieder ins Titelrennen zurückkehren kann.