Ein mögliches Schwergewichtsduell zwischen WBO-Champion Daniel Dubois und dem aufstrebenden Moses Itauma sorgt bereits für Diskussionen. Derek Chisora sieht den aktuellen Titelträger in einem direkten Vergleich derzeit im Vorteil.
Nach seinem starken Auftritt am 9. Mai in Manchester rückt Daniel Dubois sofort als möglicher nächster Gegner von Moses Itauma in den Fokus. Ex-WM-Herausforderer Derek Chisora machte in dieser Woche klar, wen er in diesem Duell aktuell vorne sieht: den amtierenden WBO-Champion.
Für europäische Fans ist das Szenario besonders reizvoll, weil beide Namen eng mit der britischen Boxszene verbunden sind und ein solcher Kampf in Großbritannien problemlos ein Stadionevent tragen könnte. Zudem würde das Duell weit mehr sein als ein Hype-Fight: Es ginge um die Frage, ob sich die neue Generation im Schwergewicht schon jetzt gegen einen etablierten Titelträger durchsetzen kann.
Chisora begründete seine Einschätzung vor allem mit Dubois’ Sieg über Fabio Wardley. Der Champion stoppte den bis dahin ungeschlagenen Wardley in Manchester in Runde 11 durch TKO und sammelte damit nicht nur einen wichtigen Titelgewinn, sondern auch zusätzliches Gewicht in der Matchmaking-Debatte. Wer einen zähen, unbesiegten Gegner spät aus dem Kampf nimmt, sendet ein klares Signal an die Konkurrenz.
Für Dubois steht viel auf dem Spiel. Ein Erfolg gegen Itauma würde seinen Status als echter Faktor an der Spitze festigen und einen gefährlichen jungen Herausforderer früh ausbremsen. Für Itauma wäre ein Sieg ein direkter Sprung in die Weltspitze. Genau deshalb hat dieses mögliche Duell sportlich sofort Substanz.
Ein Termin oder eine Übertragung für die DACH-Region stehen noch nicht fest. Sollte das Projekt konkreter werden, dürfte zunächst entscheidend sein, ob Dubois den Weg in Richtung Vereinigungskämpfe sucht oder ob Itaumas schneller Aufstieg den Kampf früher erzwingt als erwartet.