Keyshawn Davis sagt, dass er bereit ist, mit Vasiliy Lomachenko in den Ring zu steigen, falls der hochdekorierte Ukrainer seine Karriere wieder aufnimmt.
Im Leichtgewicht nimmt ein möglicher Kampf zwischen Keyshawn Davis und Vasiliy Lomachenko Fahrt auf. Auslöser waren Davis’ öffentliche Forderung und Berichte, wonach Lomachenko im Herbst ein Comeback anpeilt. Für europäische Fans ist das Duell schon deshalb relevant, weil Lomachenko als ukrainische Box-Ikone weit über Osteuropa hinaus Strahlkraft besitzt und in der DACH-Region seit Jahren zu den bekanntesten Technikern des Sports zählt.
Davis machte in einem Interview mit Fight Hub TV deutlich, dass er keinen Aufbaugegner für Lomachenko sehen will. Der Amerikaner erklärte sogar, er würde für den Kampf in die Ukraine reisen. Damit setzt er ein klares Signal in einer Gewichtsklasse, die nach den jüngsten Verschiebungen an der Spitze nach dem nächsten großen Duell sucht.
Der Zeitpunkt ist günstig. Laut The Ring ist der 38-jährige Lomachenko nach Rückenproblemen wieder vollständig genesen. Zudem ist er nach dem Ende seines Vertrags bei Top Rank frei auf dem Markt und will offenbar nur noch große Kämpfe annehmen. Genau dort versucht Davis, sich zu positionieren.
Sportlich wäre der Kampf richtungsweisend. Davis könnte sich mit einem Sieg endgültig vom starken Herausforderer zum zentralen Namen im US-Leichtgewicht entwickeln. Lomachenko müsste dagegen beweisen, dass er gegen einen jüngeren, explosiven Gegner auf Topniveau noch immer bestehen kann. Das macht die Konstellation so interessant: Erfahrung, Winkelarbeit und Ringintelligenz auf der einen Seite, Tempo, Physis und frische Dynamik auf der anderen.
Zusätzlichen Rückenwind hat Davis durch seinen vorzeitigen Sieg gegen Denys Berinchyk. Dieser Erfolg hat seine Position bei 135 Pfund deutlich gestärkt. Sollte Lomachenko seine Rückkehr im Herbst offiziell bestätigen, dürfte Davis den Druck weiter erhöhen. Dann könnte aus einer öffentlichen Herausforderung schnell eine der wichtigsten Ansetzungen der Division werden.