Der ukrainische Promoter Oleksandr Krassyuk hat sich zu einem möglichen Schwergewichtsduell zwischen den früheren Weltmeistern Tyson Fury und Anthony Joshua geäußert.
Jahrelang wurde über dieses Duell gesprochen, jetzt wächst der Druck auf alle Beteiligten. Tyson Fury gegen Anthony Joshua könnte noch 2025 in Großbritannien stattfinden, aller Voraussicht nach in London oder Cardiff, und für Promoter Oleksandr Krassyuk ist der Kampf längst mehr als nur ein Gedankenspiel. Für den europäischen Boxmarkt wäre das ein Schlüsselereignis, weil zwei der größten britischen Namen der vergangenen Dekade endlich direkt aufeinandertreffen würden.
Krassyuk bewertet Fury gegen Joshua als eines der letzten echten Mega-Duelle, die das Schwergewicht derzeit noch hergibt. Aus seiner Sicht stimmen gleich mehrere Faktoren: die Nachfrage der Fans, die Vermarktbarkeit im Pay-per-View und die Strahlkraft weit über Großbritannien hinaus. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz genießt das Schwergewicht traditionell hohe Aufmerksamkeit, auch ohne eigenen DACH-Star in der Weltspitze.
Sportlich steht ebenfalls viel auf dem Spiel. Fury müsste nach den jüngsten Diskussionen um seine Zukunft zeigen, dass er gegen einen Elitegegner noch immer die Referenz im Schwergewicht ist. Joshua wiederum braucht nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre einen Sieg, der seine Position in der Königsklasse klar neu definiert. Der Gewinner würde sich sofort wieder in die Nähe eines WM-Kampfes schieben und hätte gegenüber möglichen Topgegnern wie Oleksandr Usyk oder Daniel Dubois ein starkes Argument.
Krassyuk verweist zudem auf Furys Haltung nach seinem letzten Auftritt: Für den früheren Champion scheine derzeit kein anderer Name dieselbe Bedeutung zu haben wie Joshua. Auf der Gegenseite habe Joshua betont, dass Gespräche erst mit einer Unterschrift Substanz bekommen. Genau daran dürfte sich in den nächsten Monaten alles entscheiden. Kommt Bewegung in die Vertragslage, wird aus der Dauerdebatte endlich ein Termin.