Shakur Stevenson (25-0, 11 KOs) und Teofimo Lopez (22-2, 13 KOs), beide Weltmeister in mehreren Gewichtsklassen, stehen Medienberichten zufolge ebenfalls in fortgeschrittenen Gesprächen über Verträge mit Zuffa Boxing. Beide bestritten ihren letzten Kampf im Januar.
Im US-Boxen deutet sich die nächste wichtige Verschiebung an: Shakur Stevenson und Teofimo Lopez stehen Berichten zufolge kurz vor Verträgen mit Zuffa Boxing. Beide Amerikaner waren zuletzt im Januar im Ring, und beide würden dem neuen Projekt sofort sportliches Gewicht und öffentliche Aufmerksamkeit verleihen. Für europäische Fans ist das trotz fehlendem DACH-Bezug relevant, weil sich mit einer neuen Plattform die Chancen auf große Kämpfe zwischen bisher getrennten TV- und Promoter-Lagern deutlich erhöhen könnten.
Genau darin liegt der Kern der Entwicklung. Der Markt ist seit Jahren zersplittert, Spitzenkämpfer sind oft an unterschiedliche Veranstalter und Sender gebunden. Wenn Zuffa Boxing nun zwei etablierte Namen aus dem oberen Regal verpflichtet, geht es nicht nur um Titel und Rekorde. Es geht um Einfluss. Stevenson bringt als ungeschlagener WBO-Champion im Leichtgewicht enorme technische Klasse mit und gilt defensiv als einer der saubersten Boxer seiner Generation. Für einen neuen Anbieter ist das wertvoll, weil er sportliche Glaubwürdigkeit und Hauptkampf-Potenzial zugleich verkörpert.
Lopez steht für ein anderes Profil. Der frühere Champion hat sich als schwer ausrechenbarer Topmann etabliert: an starken Tagen brilliert er mit Timing und Explosivität, an schwächeren verliert er Struktur und Rhythmus. Genau das macht ihn vermarktbar. Sportlich steht für beide viel auf dem Spiel. Stevenson muss beweisen, dass seine Klasse auch konstant in große Events übersetzt werden kann. Lopez wiederum braucht einen klaren Sieg gegen einen relevanten Namen, um sich in der Elite seiner Gewichtsklasse wieder eindeutig zu positionieren.
Als nächste Gegner werden bereits größere Namen diskutiert. Vor allem ein mögliches Duell von Lopez mit Devin Haney hätte unmittelbare Folgen für die Machtverhältnisse im US-Markt. Sollte Zuffa beide Verpflichtungen tatsächlich abschließen, wird der erste angesetzte Kampf zeigen, ob aus dem Projekt schnell eine ernsthafte Kraft wird oder zunächst nur ein Signal an die Konkurrenz.