Nach dem Duell von Deontay Wilder gegen Derek Chisora hat sich Ex-Cruisergewichts-Weltmeister Mairis Briedis mit deutlichen Worten zur Leistung des Briten und zur Bezahlung des Kampfs geäußert.
Nach dem Kampf zwischen Deontay Wilder und Derek Chisora hat sich Mairis Briedis mit einer klaren Einschätzung zu Wort gemeldet. Der ehemalige Weltmeister im Cruisergewicht sieht Chisora körperlich und mental nicht auf der Höhe und hält auch dessen Kampfbörse für deutlich zu hoch.
Briedis erklärte, er habe bereits vor dem Duell Zweifel an Chisoras Verfassung gehabt. Aus seiner Sicht fehlte dem Briten sowohl die physische Frische als auch die mentale Bereitschaft für einen Gegner wie Wilder. Dass Chisora über weite Strecken im Kampf blieb, lag für Briedis vor allem an dessen Nehmerqualitäten. Er habe viele harte Treffer genommen und zu häufig die Hände fallen lassen, wodurch er weit von seiner Bestform entfernt gewirkt habe.
Gerade für europäische Fans ist Chisora seit Jahren eine bekannte Größe, weil er regelmäßig in Großbritannien auf großen Karten zu sehen war. Umso kritischer fällt der Blick auf seinen Auftritt aus, zumal ein Kampf gegen einen Puncher wie Wilder im Schwergewicht unmittelbare Folgen für die weitere Karriereplanung haben kann. Wer gegen einen Mann mit Wilders Schlagkraft zu viele klare Treffer nimmt, stellt zwangsläufig die Frage nach der sportlichen Perspektive.
Besonders deutlich wurde Briedis beim finanziellen Aspekt. Nach seinen Informationen soll Chisora rund 2,5 Millionen US-Dollar verdient haben. Für die gezeigte Leistung sei das aus seiner Sicht zu viel. Damit verschiebt sich der Fokus nun auf die Zukunft beider Schwergewichtler: Wilder bleibt mit seiner Schlaghärte ein relevanter Faktor im Titelrennen, während sich bei Chisora die Frage stellt, ob auf diesem Niveau noch ein weiterer großer Kampf folgen wird.