Murat Gassiev hat sich skeptisch zu einem möglichen Duell zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven im Rahmen von RIYADH SEASON geäußert.
Vor dem möglichen Crossover-Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven bei RIYADH SEASON hat sich Murat Gassiev klar positioniert. Der frühere Usyk-Gegner, der zuletzt die armenische Staatsbürgerschaft erhalten hat, ordnet das Duell eher als Showformat denn als sportlich vollwertigen Wettkampf ein.
Gassiev sagte, er könne den Kampf nur schwer einordnen. Aus seiner Sicht wirke das Vorhaben wie eine einfache Rückkehr in den Ring und weniger wie ein echter sportlicher Vergleich. Zugleich brachte er ins Spiel, dass Usyk danach auch ganz aufhören könnte. Ebenso sei denkbar, dass der Ukrainer nach einem solchen Auftritt neue Optionen für seine Zukunft prüft.
Für europäische Fans ist das Thema dennoch hochrelevant. Usyk ist einer der prägenden Boxer des Kontinents und in der gesamten DACH-Region ein fester Begriff. Verhoeven wiederum ist als langjähriges Aushängeschild des Kickboxens auch außerhalb seiner Sportart bekannt. Gerade deshalb würde ein Aufeinandertreffen weit über die üblichen Grenzen zwischen Boxen und Kickboxen hinaus Aufmerksamkeit erzeugen.
Sportlich wäre vor allem entscheidend, was ein solcher Kampf für Usyks weitere Planung bedeutet. Sollte er tatsächlich nicht auf klassische Gegner im Schwergewicht setzen, würde das die Debatte über seine letzten Karriereschritte neu anheizen. Für Verhoeven ginge es dagegen um Sichtbarkeit auf einer noch größeren Bühne und um die Frage, wie konkurrenzfähig ein Elite-Kickboxer in einem solchen Format gegen einen der besten Boxer seiner Generation wäre.
Eine offizielle Ansetzung, Startzeit für die DACH-Region und ein bestätigter TV- oder Streaming-Partner liegen bislang nicht vor. Genau diese Details dürften in den kommenden Wochen darüber entscheiden, ob aus den Diskussionen ein reales Event wird oder ob es bei einem publikumswirksamen Gedankenspiel bleibt.