Ein ehemaliger Weltmeister ist überzeugt, dass Tyson Fury im lange diskutierten Blockbuster gegen Anthony Joshua später in diesem Jahr die besseren Karten hätte.
Der Schwergewichts-Kracher zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua soll im vierten Quartal 2024 stattfinden. Ein Austragungsort steht noch nicht fest, doch schon jetzt ist klar: Kommt der Kampf zustande, wird er in Europa und besonders in Großbritannien ein Großereignis mit enormer Reichweite sein, weil beide Namen den Markt seit Jahren prägen.
Der frühere Weltmeister Shawn Porter legt sich in der sportlichen Bewertung deutlich fest. Er sieht Fury im Vorteil, weil der Brite variabler boxt, das Tempo besser steuert und im Ring mehr Lösungen findet als Joshua. Aus Porters Sicht lebt Joshua vor allem von geraden Händen und klaren Kombinationen, die Wirkung haben, unter konstantem Druck aber nicht immer denselben Ertrag bringen.
Für europäische Fans ist dieses Duell auch deshalb besonders relevant, weil es sich um einen der größten möglichen Kämpfe des britischen Boxens handelt. Fury und Joshua sind auf dem Kontinent seit Jahren feste Größen, und ein direktes Aufeinandertreffen würde die Aufmerksamkeit weit über die Insel hinaus in die DACH-Region ziehen.
Sportlich steht viel auf dem Spiel. Ein Sieg von Fury würde seine Position als prägende Figur der aktuellen Schwergewichtsära weiter festigen. Gewinnt Joshua, hätte er den Karriereerfolg, der in der Bewertung seines Lebenslaufs bislang oft eingefordert wurde. Genau darin liegt die Brisanz dieses Kampfes: Es geht nicht nur um Prestige, sondern um die Frage, wer die Gewichtsklasse politisch und sportlich neu ordnet.
Porter schließt Joshua dennoch nicht aus. Wenn Joshua fokussiert startet und sein Tempo über zwölf Runden hält, kann aus dem Duell ein enger Kampf auf Topniveau werden. In den kommenden Wochen richtet sich der Blick deshalb auf Datum, Austragungsort und Übertragung in der DACH-Region. Erst wenn diese Punkte stehen, beginnt der eigentliche Aufbau zu einem der wichtigsten Schwergewichtskämpfe der letzten Jahre.