Okolie vor dem Yoka-Kampf unter Druck: Dopingfall überschattet das Schwergewichtsduell

Andrey Karlov 18. Mai 2026 13:01
Lawrence Okolie. Getty Images
Lawrence Okolie. Getty Images

Lawrence Okolie hat den Vorwurf eines vorsätzlichen Dopingvergehens entschieden zurückgewiesen. Der frühere Weltmeister erklärte, er habe keine verbotene Substanz absichtlich eingenommen und wolle die Angelegenheit nun juristisch klären lassen.

Kurz vor dem geplanten Schwergewichtsduell mit Tony Yoka steht Lawrence Okolie im Mittelpunkt eines Dopingfalls. Der Brite, der einst Titel im Cruisergewicht und Bridgergewicht hielt und zuletzt als Nummer eins der WBC im Schwergewicht geführt wurde, reagierte mit deutlichen Worten auf den positiven Test auf eine verbotene Substanz.

Okolie betonte, dass ihn die Situation hart getroffen habe. Nach eigenen Angaben sei dies das Schlimmste, was ihm in seiner gesamten Laufbahn passiert sei. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass seine Entlastung noch folgen werde. Nun müssten seine Anwälte ihre Arbeit machen, erklärte der 23-1-Profi mit 17 Knockouts.

Besonders offensiv verweist Okolie auf seine langjährige Testhistorie. Seit den Olympischen Spielen vor zehn Jahren sei er regelmäßig kontrolliert worden. Vor dem Kampf habe er zudem selbst unangekündigte VADA-Tests verlangt. Für ihn ist das ein zentraler Punkt in seiner Verteidigung: Wer bewusst zu verbotenen Mitteln greife, fordere in der Regel keine zusätzlichen Kontrollen ein.

Der Fall hat dennoch unmittelbare sportliche Folgen. Gerade im Schwergewicht, wo sich Okolie neu positionieren wollte, kommt der Zeitpunkt maximal ungünstig. Für europäische Boxfans ist das Thema auch deshalb relevant, weil mit Okolie und Yoka zwei in Europa bekannte Namen betroffen sind, die im internationalen Schwergewichtsbild um Anschluss an die erweiterte Spitze kämpfen. Yoka, Olympiasieger von 2016 für Frankreich, sollte mit einem Sieg ein starkes Signal senden, während Okolie seine Ambitionen in einer neuen Gewichtsklasse untermauern wollte.

Okolie räumte ein, dass ihn die vergangenen Tage viele schlaflose Nächte gekostet hätten. Gleichzeitig machte er klar, dass er nicht vorhabe, sich zu verstecken. Er hoffe auf eine schnelle Rückkehr in den Ring. In den kommenden Wochen dürfte nun die Aufarbeitung des Falls darüber entscheiden, ob und wann der Kampf gegen Yoka überhaupt noch realistisch ist.

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