Gervonta „Tank“ Davis, der ungeschlagene US-Boxstar, hat den langjährigen Rechtsstreit mit seiner Ex-Freundin deutlich verschärft. Wie TMZ Sports berichtet, reichte der 31-Jährige eine Gegenklage ein und fordert mehr als 20 Millionen US-Dollar Schadenersatz.
Im Zentrum des Falls stehen frühere Vorwürfe wegen körperlicher Gewalt und Freiheitsberaubung. Davis weist diese Anschuldigungen in den Gerichtsunterlagen entschieden zurück. Nach seiner Darstellung habe er die Frau weder geschlagen noch gegen ihren Willen festgehalten. Den Vorfall in einem Stripclub in Miami im vergangenen Herbst beschreibt er stattdessen als Versuch, Geld von ihm zu erpressen. Davis behauptet, seine Beschuldigerin habe 1,1 Millionen US-Dollar verlangt, damit straf- und zivilrechtliche Schritte fallengelassen werden.
Zur Untermauerung seiner Position verweist Davis auf mehrere Punkte. Demnach habe die Frau keine tatsächlichen Verletzungen erlitten, ihrem Arbeitgeber kurz nach dem angeblichen Vorfall erklärt, dass es ihr gut gehe, und anschließend weiter Zeit mit ihm verbracht. Laut Davis habe sie sogar noch bei ihm beziehungsweise in ihrem Wohnumfeld mit ihm übernachtet.
Besonders schwer wiegt für den Weltklasse-Boxer nach eigener Darstellung der wirtschaftliche Schaden. Er macht geltend, dass die Klage unmittelbar zum Scheitern eines potenziell hochdotierten Kampfs gegen Jake Paul geführt habe. Das Duell war dem Bericht zufolge für November 2025 geplant und sollte bei Netflix laufen. Davis schätzt, dass ihm dieser Fight mehr als 20 Millionen US-Dollar eingebracht hätte.
Die Gegenklage stützt sich auf den Vorwurf der unerlaubten Beeinträchtigung geschäftlicher Beziehungen. Eine der schwerwiegendsten Anschuldigungen gegen Davis, die Freiheitsberaubung, war von der Staatsanwaltschaft bereits fallengelassen worden, weil sie als überzogen eingestuft wurde. Andere Vorwürfe sind jedoch weiterhin anhängig. In den kommenden Wochen dürfte entscheidend werden, ob das Verfahren den sportlichen Fahrplan des Leichtgewichtsstars erneut ausbremst.