Jake Paul hat seine Chancen in einem möglichen MMA-Kampf gegen Oleksandr Usyk ungewöhnlich offen eingeschätzt.
Ein mögliches Duell zwischen Jake Paul und Oleksandr Usyk sorgt seit dieser Woche für neue Diskussionen, nachdem Paul im Gespräch mit Complex seine MMA-Chancen gegen den Ukrainer eingeordnet hat. Der US-Amerikaner sagte dabei klar, dass er unter MMA-Regeln große Probleme hätte. Für Fans in Europa ist das Thema auch deshalb relevant, weil Usyk als einer der prägendsten Boxstars des Kontinents seit Jahren eine enorme Strahlkraft in der DACH-Region besitzt.
Paul machte keinen Hehl daraus, wie schwer diese Aufgabe wäre. Im Stand, so der Tenor seiner Aussage, würde ihn Usyk mit dessen Timing, Beinarbeit und technischer Präzision wohl früh überfordern. Seine einzige realistische Option sei daher der Weg auf die Matte, wo er auf eine Aufgabe hoffen müsste. Gerade diese Selbstkritik fällt auf, weil Paul seine Karriere sonst konsequent über große Ansagen und maximalen Event-Charakter vermarktet.
Aus sportlicher Sicht liegt der Gedanke nahe. Usyk ist als unangefochtener Elite-Boxer einer der komplettesten Schwergewichtler seiner Ära. Für Paul wiederum wäre ein Ausflug ins MMA weit mehr als ein PR-Manöver: Er müsste beweisen, dass seine Ambitionen im Kampfsport über den Boxring hinaus Substanz haben. Genau darin liegt der Reiz dieses Gedankenspiels.
Für die Gewichtsklasse oder Titelkonstellationen hätte ein solcher Kampf zwar keine direkte Bedeutung, für die öffentliche Wahrnehmung aber umso mehr. Usyk würde testen, wie weit seine überragende Striking-Intelligenz in ein anderes Regelwerk übertragbar ist. Paul dagegen würde um Glaubwürdigkeit in einer zweiten Kampfsportdisziplin kämpfen.
Konkrete Verhandlungen gibt es bislang nicht. Doch solange beide Namen gemeinsam Schlagzeilen produzieren, wird die Frage bleiben, ob aus der Fantasie eines Tages ein echtes Crossover-Projekt wird.