Khamzat Chimaev will nach eigenen Angaben weiter ins UFC-Halbschwergewicht aufsteigen, sobald seine aktuellen Aufgaben im Mittelgewicht erledigt sind.
Nach dem nächsten Mittelgewichts-Duell könnte es für Khamzat Chimaev eine Klasse höher weitergehen. Der UFC-Champion bestätigte, dass ein Wechsel ins Halbschwergewicht für ihn ein klares Ziel bleibt, auch wenn sein voller Fokus derzeit auf Sean Strickland liegt. Für europäische Fans ist das besonders interessant: Chimaev ist in Tschetschenien geboren, kämpfte lange unter schwedischer Flagge und genießt auch im deutschsprachigen Raum große Aufmerksamkeit.
Inhaltlich ist die Lage eindeutig. Chimaev denkt an 205 Pfund, will aber zuerst Strickland aus dem Weg räumen. Genau darin liegt die sportliche Brisanz. Strickland ist im Mittelgewicht einer der unangenehmsten Gegner überhaupt: hohes Tempo, zäher Stil, starke Defensive im Stand und die Fähigkeit, Favoriten über fünf Runden in schwierige Kämpfe zu ziehen.
Für die Division steht viel auf dem Spiel. Gewinnt Chimaev, wird die Diskussion über Superfights und einen Titelkurs in einer zweiten Gewichtsklasse sofort lauter. Verliert er, dürfte ein möglicher Vorstoß ins Halbschwergewicht vorerst auf Eis liegen. Auch deshalb hält sich Chimaev öffentlich mit Zukunftsszenarien zurück. Er erwähnte zwar Carlos Ulberg und wünschte ihm eine schnelle Genesung, machte aber klar, dass seine Energie aktuell nicht über Strickland hinausgeht.
Genau das ist der richtige Ansatz. Strickland ist kein Gegner, den man nebenbei abhakt. Seine Erfahrung, seine mentale Härte und sein ungewöhnlicher Rhythmus im Stand unterscheiden ihn deutlich von vielen bisherigen Chimaev-Kontrahenten. Für Chimaev geht es deshalb nicht nur um einen Sieg, sondern um den Beweis, dass sein Stil auch gegen einen der diszipliniertesten Mittelgewichtler der UFC trägt.
Der Blick nach vorn bleibt dennoch spannend: Erst Strickland, dann womöglich Titelverteidigung, Superfight oder tatsächlich der Gang ins Halbschwergewicht.