UFC-Weltergewichtsanwärter Joaquin Buckley ist nicht überzeugt, dass Islam Makhachev nach seinem Titelgewinn gegen Jack Della Maddalena im vergangenen Jahr bereits als bester Kämpfer der Division gelten kann.
Joaquin Buckley hat Islam Makhachevs Stellung im UFC-Weltergewicht offen infrage gestellt. Der US-Amerikaner erklärte im Gespräch mit Paramount, der Titelgewinn gegen Jack Della Maddalena im vergangenen Jahr reiche aus seiner Sicht nicht aus, um Makhachev bereits als Maßstab der Gewichtsklasse einzuordnen. Für europäische Fans ist die Debatte auch deshalb relevant, weil Makhachev als einer der international bekanntesten UFC-Champions eine enorme Reichweite weit über den US-Markt hinaus hat.
Buckley argumentiert, Makhachev habe auf dem Weg zum Gürtel nicht den stärkstmöglichen Prüfstein vor sich gehabt. Dabei schob er nach, dass auch Della Maddalena zum Zeitpunkt seines Titelverlusts aus Buckleys Sicht noch nicht genug bewiesen habe, um als klar definierende Größe der Division zu gelten.
Zugleich stellte Buckley seine eigene Formkurve heraus. Nach eigener Darstellung befand er sich in einer Serie von sechs Siegen und habe jeden gerankten Gegner, dem er in diesem Zeitraum gegenüberstand, vorzeitig besiegt. Außerdem verwies er darauf, dass er Shavkat Rakhmonov öffentlich herausgefordert habe, darauf aber keine Antwort erhalten habe.
Für das Weltergewicht steht damit viel auf dem Spiel. Sollte sich Buckleys Einschätzung in künftigen Matchups bestätigen, wäre die Titelhierarchie schnell wieder offen. Sollte Makhachev dagegen seinen Gürtel gegen einen weiteren Top-Herausforderer verteidigen, würde seine Position an der Spitze deutlich schwerer angreifbar. Genau darin liegt die Brisanz dieser Aussagen: Sie richten den Blick bereits auf die nächste Titelphase der UFC.
In den kommenden Wochen dürfte entscheidend werden, ob die Matchmaker Buckley tatsächlich einen Gegner aus der unmittelbaren Spitzengruppe geben – oder ob Makhachev zuerst einen anderen Herausforderer vor die Nase gesetzt bekommt.