Vor UFC 328 an diesem Wochenende in Newark stellt sich Alex Pereira klar hinter Sean Strickland. Der frühere Champion traut seinem Ex-Rivalen zu, Khamzat Chimaev den Titel im Mittelgewicht abzunehmen.
Bei UFC 328 trifft Sean Strickland an diesem Wochenende in Newark, New Jersey, im Hauptkampf auf Mittelgewichts-Champion Khamzat Chimaev. Alex Pereira hat vor dem Titelduell Position bezogen und sieht den früheren Titelträger als Kandidaten für die Überraschung. Für europäische Fans ist der Kampf auch deshalb relevant, weil Chimaev in Tschetschenien geboren wurde und in Schweden zum MMA-Star reifte.
Pereira bewertet Strickland seit ihrem gemeinsamen Kampf und späteren Trainingseinheiten deutlich höher. Aus seiner Sicht sprechen vor allem Härte, Erfahrung, permanenter Vorwärtsdruck und der präzise Jab für den Amerikaner. Genau dort liegt auch der taktische Schlüssel: Strickland muss die Takedowns abwehren, in der Mitte des Käfigs bleiben und Chimaev über fünf Runden mit seinem Jab und Frontkick beschäftigen.
Auf dem Spiel steht mehr als nur der Gürtel. Gewinnt Chimaev, zementiert er seine Stellung an der Spitze der Klasse bis 84 Kilogramm und öffnet die Tür für mehrere große Titelverteidigungen. Holt sich Strickland den Titel zurück, wird das Mittelgewicht sofort neu sortiert: Ein mögliches Rematch, neue Herausforderer und ein deutlich offeneres Titelbild wären die Folge.
Der Hauptkampf beginnt in der DACH-Region voraussichtlich in der Nacht auf Sonntag gegen 6.00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Regel über UFC Fight Pass; je nach Rechtepaket kann auch DAZN Teile der UFC-Berichterstattung anbieten.
Stilistisch ist das Duell klar umrissen: Chimaev bringt das gefährlichere Ringen und den explosiveren Zugriff, Strickland lebt von Disziplin, Schlagvolumen und Zermürbung. Am Samstag entscheidet sich, ob der Champion seinen Griff um die Division festigt oder ob Strickland das Mittelgewicht noch einmal auf links dreht.