Jahre nach ihrer denkwürdigen Begegnung bei UFC 194 spricht der frühere UFC-Federgewichtschampion José Aldo ungewohnt offen über sein heutiges Verhältnis zu Conor McGregor.
Nicht der frühere Knockout, sondern der Ton danach sorgt jetzt für Aufmerksamkeit: José Aldo hat in diesen Tagen über sein aktuelles Verhältnis zu Conor McGregor gesprochen und dabei klargemacht, dass zwischen beiden kein böses Blut mehr besteht. Thema ist ihre gemeinsame Geschichte rund um UFC 194 in Las Vegas im Dezember 2015 – ein Kampf, der die UFC wirtschaftlich und sportlich in eine neue Phase führte.
Aldo erklärte, dass er nicht nur mit McGregor, sondern mit vielen früheren Gegnern ein gutes Verhältnis pflege. Mit dem Iren tausche er gelegentlich sogar Nachrichten aus. Besonders bemerkenswert: Aldo begrüßte nach eigenen Angaben, dass sich McGregor zuletzt stärker dem Glauben zugewandt habe, und gratulierte ihm dazu.
Für europäische Fans bleibt diese Rivalität relevant, obwohl sie sportlich längst Vergangenheit ist. McGregor war über Jahre einer der wichtigsten Zugpferde der UFC in Europa und trug entscheidend dazu bei, dass MMA auch im deutschsprachigen Raum ein breiteres Publikum erreichte. Aldo wiederum steht wie kaum ein anderer für die alte Elite des Federgewichts und für Beständigkeit auf höchstem Niveau.
Der sportliche Kern dieser Geschichte bleibt UFC 194: McGregor stoppte Aldo nach nur 13 Sekunden und holte sich den Titel – bis heute der schnellste Knockout in einem UFC-Titelkampf. Für McGregor war das der Schritt zum globalen Superstar. Für Aldo begann danach der schwierige sportliche Neuaufbau, den er mit bemerkenswerter Konstanz bewältigte.
Dass Aldo heute so nüchtern über McGregor spricht, zeigt vor allem eines: Aus einer aufgeladenen Fehde ist gegenseitiger Respekt geworden. Sollte sich McGregor noch einmal ernsthaft in der UFC zurückmelden, werden die Erinnerungen an UFC 194 sofort wieder präsent sein – und Aldos Worte geben dieser Geschichte nun einen neuen, versöhnlichen Rahmen.