Francis Ngannou, der frühere dominante UFC-Schwergewichtschampion, hat sich erneut als eine der klarsten Stimmen für die Unabhängigkeit von Kämpfern im Kampfsport positioniert. Der Kameruner, dessen Abschied aus der Promotion von Dana White zu den aufsehenerregendsten Präzedenzfällen der Branchenhistorie zählt, erklärte, warum viele Athleten weiterhin von großen Verdienstmöglichkeiten ausgeschlossen bleiben.
Aus Ngannous Sicht ist das größte Hindernis auf dem Weg zu Wohlstand nicht mangelndes Können, sondern die Angst vor dem Unbekannten.
„Möglichkeiten gibt es immer. Man muss nur offen dafür sein und frei sein. Tu alles, was du kannst, um eine Chance zu nutzen, wenn sie kommt. Wenn du immer wieder ungünstige Verträge unterschreibst, nur weil du Angst hast, am Ende mit nichts dazustehen, kannst du irgendwann in einer Falle landen. Das ist vielen Kämpfern passiert. Sie haben einfach große Angst davor, frei zu sein, ohne Promotion, ohne Promoter dazustehen, also unterschreiben sie alles, nur um in eine Organisation zu kommen. Und wenn dann eine echte Chance auftaucht, können sie sie nicht mehr wahrnehmen. Ein Kampf gegen mich wäre für viele eine Gelegenheit gewesen, aber sie stecken alle irgendwo in Verträgen fest, mit denen sie nicht wirklich zufrieden sind, und das bringt ihnen nichts. Aber ihnen fehlt der Mut, für sich selbst einzustehen und ihre Freiheit zu erklären“, sagte Ngannou laut MMA Mania.