Nach MVP MMA 1 nimmt das lange diskutierte Duell zwischen Jon Jones und Francis Ngannou wieder Fahrt auf. Der mögliche Schwergewichts-Blockbuster steht aber weiter unter einem entscheidenden Vorbehalt.
Nach MVP MMA 1 ist ein möglicher Kampf zwischen Jon Jones und Francis Ngannou erneut Thema in der MMA-Szene. Ngannou forderte Jones nach seinem Sieg über Felipe Lins öffentlich heraus, wenig später signalisierte der frühere UFC-Champion Interesse – verwies aber zugleich auf sein laufendes Vertragsverhältnis mit der UFC. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das brisant, weil echte Schwergewichts-Generationenduelle im MMA selten zustande kommen.
Im Zentrum steht damit nicht die sportliche, sondern die juristische Frage. Jones machte deutlich, dass ein Ausstieg aus seinem UFC-Vertrag die größte Hürde für diesen Kampf ist. Zudem gilt es als fraglich, ob UFC-Präsident Dana White an einer Zusammenarbeit mit Ngannou interessiert wäre. Sollte das Duell tatsächlich realisiert werden, wirkt ein Weg über das Umfeld von MVP derzeit realistischer als eine Rückkehr auf die UFC-Bühne.
Sportlich wäre der Einsatz enorm. Gewinnt Jones, untermauert er seinen Anspruch auf den Spitzenplatz in der MMA-Historie noch einmal mit einem Sieg gegen einen der gefährlichsten Schwergewichtler der vergangenen Jahre. Gewinnt Ngannou, wäre das ein starkes Signal an die gesamte Gewichtsklasse: dass seine Ausnahmestellung auch außerhalb der UFC weiter Bestand hat. Genau deshalb ist dieses Match mehr als ein Gedankenspiel für Social Media.
Auch stilistisch passt die Ansetzung. Jones lebt von Distanzkontrolle, Anpassungsfähigkeit und taktischer Disziplin. Ngannou kann einen Kampf mit einer einzigen Aktion drehen. Für europäische Fans ist das Duell trotz fehlender DACH-Verankerung hochrelevant, weil Schwergewichtskämpfe mit solcher sportlicher Tragweite weltweit den Markt prägen. Eine bestätigte Startzeit oder Übertragung für die DACH-Region gibt es derzeit noch nicht, weil der Kampf nicht offiziell angesetzt ist.
Als Nächstes wird entscheidend sein, ob Jones bei seiner Vertragssituation Bewegung erreicht. Erst dann kann aus einem der größten Wunschkämpfe dieser Generation ein reales Projekt werden.