Nach der Niederlage im Hauptkampf von UFC Fight Night 273 hat Gilbert Burns das Ende seiner MMA-Karriere bekanntgegeben.
Im Hauptkampf von UFC Fight Night 273 in Winnipeg trafen Gilbert Burns und Mike Malott in der Nacht zum 20. April aufeinander. Malott stoppte den früheren UFC-Titelherausforderer in Runde drei und Burns erklärte direkt danach seinen Rücktritt aus dem Profisport. Für europäische Fans war der Kampf vor allem deshalb relevant, weil das Weltergewicht nach vielen Verschiebungen an der Spitze dringend neue Namen für die obere Tabellenhälfte braucht.
Die Entscheidung fiel nach 2:08 Minuten der dritten Runde durch TKO. Burns beendet seine Laufbahn mit 22 Siegen und 10 Niederlagen, zuletzt hatte der 39-Jährige fünf Kämpfe in Serie verloren. Trotzdem blieb der Brasilianer im Weltergewicht ein ernstzunehmender Gradmesser, weil er über Jahre konsequent Gegner aus der Spitze annahm und sich mit Kamaru Usman sogar um den Titel messen durfte.
Für Malott ist der Erfolg deutlich mehr als ein Heimsieg vor kanadischem Publikum. Der 170-Pfund-Kämpfer bestand unter Druck seinen bislang größten Test und sammelte den bislang wichtigsten Namen in seiner Bilanz. Damit bringt er sich in Position für den nächsten Schritt gegen einen Gegner aus den Top 15. Genau darin lag die sportliche Bedeutung dieses Main Events: Burns musste beweisen, dass er auf UFC-Niveau noch einmal zurückkommen kann, Malott hingegen brauchte einen belastbaren Sieg, um als echter Faktor in der Gewichtsklasse zu gelten.
Der Hauptkampf begann für Zuschauer in Mitteleuropa voraussichtlich gegen 6.00 Uhr MESZ. In Deutschland, Österreich und der Schweiz läuft die UFC in der Regel über DAZN beziehungsweise UFC Fight Pass. Nach dem Kampf legte Burns seine Handschuhe in die Mitte des Octagons und machte damit unmissverständlich klar, dass dieses Kapitel abgeschlossen ist.
Als Nächstes dürfte die UFC prüfen, ob Malott gegen ein etabliertes Weltergewicht aus dem Ranking bestehen kann. Bei Burns beginnt dagegen die Einordnung einer Karriere, die weniger von Titeln als von Härte, Konstanz und dem Mut zu großen Aufgaben geprägt war.