Ein Teamkollege von Khamzat Chimaev sieht gesundheitliche Probleme als entscheidenden Grund für die Niederlage gegen Sean Strickland.
Nach dem Hauptkampf von UFC 328 zwischen Sean Strickland und Khamzat Chimaev reißt die Debatte um das Ergebnis nicht ab. Strickland setzte sich im Main Event per Split Decision durch, nun hat ein Teamkollege von Chimaev eine Erklärung für die Niederlage geliefert: Baysangur Susurkaev, selbst UFC-Kämpfer und Teil von Chimaevs Team, macht vor allem dessen körperlichen Zustand für das Resultat verantwortlich.
Susurkaev schrieb in den sozialen Medien, ein gesunder Chimaev würde selbst in zehn Kämpfen kein einziges Mal gegen Strickland verlieren. Genau diese Aussage dürfte die Diskussion weiter anheizen. Strickland genießt vor allem wegen seines konstanten Vorwärtsdrucks, seines hohen Arbeitstempos und seiner Zähigkeit großes Ansehen. Über fünf Runden zwingt er Gegner regelmäßig in unangenehme Duelle, in denen Ausdauer und Disziplin oft wichtiger sind als einzelne explosive Momente.
Für Fans in Europa bleibt das Duell ebenfalls relevant. Chimaev ist in Tschetschenien geboren, repräsentiert sportlich aber seit Jahren auch den schwedischen MMA-Weg und besitzt dadurch in vielen europäischen Märkten enorme Strahlkraft. Gerade deshalb wird seine Verfassung bei Topkämpfen besonders genau beobachtet.
Sportlich geht es um mehr als eine umstrittene Punktwertung. Strickland verbessert mit diesem Sieg seine Position im Rennen um die nächste große Chance im Mittelgewicht. Chimaev dagegen muss nun wieder beweisen, dass er nicht nur gefährlich, sondern auch über einen längeren Zeitraum belastbar genug für einen Titelanlauf ist.
Im Hauptkampf des Abends verlor Chimaev damit per geteilter Entscheidung gegen Strickland. Der nächste Schritt ist für beide entscheidend: Strickland kann auf einen weiteren Spitzenkampf drängen, während Chimaev Antworten auf die alten Fragen nach Fitness, Rhythmus und Konstanz liefern muss.