Poirier spricht offen über Identitätskrise nach dem UFC-Rücktritt

Alexander Ormanji 19. März 2026 14:58

Der frühere Herausforderer auf den UFC-Titel im Leichtgewicht, Dustin Poirier, hat über die psychischen Herausforderungen gesprochen, mit denen er seit seinem Rückzug aus dem aktiven Wettkampf konfrontiert ist.

Für Dustin Poirier ist am schwersten am Karriereende nicht der Verzicht auf Kämpfe, sondern die Frage, wer er ohne den Sport überhaupt ist. Der frühere Interims-Champion der UFC im Leichtgewicht versucht nach zwei Jahrzehnten im Kampfsport, seinen Platz abseits des Käfigs zu finden.

Im Podcast The Joe Rogan Experience schilderte Poirier den mentalen Zustand, der sein Leben als Profi jahrelang geprägt habe — und die Leere, die danach entstanden sei. Der Amerikaner aus Louisiana lebte lange in einem festen Rhythmus aus Trainingslagern, Druck und klarer Zielsetzung. Gerade deshalb fiel ihm der Übergang in den neuen Alltag besonders schwer.

„Ich weiß nicht, wer ich ohne das Kämpfen bin. Es ist, als wäre da 20 Jahre lang eine Wolke in meinem Kopf gewesen, die nie verschwunden ist. Jetzt wache ich auf, und sie ist weg. Was soll ich tun? Ich versuche immer noch, das herauszufinden“, sagte Poirier.

Diese Aussagen dürften bei vielen Kämpfern und Fans auf Resonanz stoßen. Denn im MMA ist der Ruhestand oft deutlich weniger strukturiert als in großen Teamsportarten. Wer sein gesamtes Erwachsenenleben auf Wettkampf, Gewichtmachen und Vorbereitung ausgerichtet hat, spürt den Verlust des gewohnten Ablaufs häufig genauso stark wie die körperlichen Folgen der Karriere.

Poirier verlässt den Sport als einer der angesehensten Leichtgewichte seiner Generation. Er besiegte unter anderem Conor McGregor, Justin Gaethje, Max Holloway und Eddie Alvarez. Den unumstrittenen UFC-Titel gewann er zwar nie, doch seine Bilanz, Konstanz und Härte hielten ihn über Jahre in der Spitzengruppe der Division.

Wie es für Poirier weitergeht, bleibt eine der spannendsten Fragen nach seiner aktiven Laufbahn — vor allem jetzt, da er sich Schritt für Schritt eine neue Identität außerhalb des Sports aufbauen muss.

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