Nach seinem klaren Punktsieg gegen Regis Prograis hat der britische Weltergewichtler Conor Benn einen neuen Langzeitvertrag mit Zuffa Boxing unterschrieben.
Wenige Tage nach dem Erfolg über Regis Prograis in London hat Conor Benn seine Zukunft geklärt. Der 29 Jahre alte Brite unterschrieb bei Zuffa Boxing einen neuen Vertrag über zweieinhalb Jahre und fünf Kämpfe. Damit bindet sich einer der bekanntesten europäischen Namen im Weltergewicht an das von Dana White geführte Projekt – in einer Phase, in der Boxställe nicht nur Titel, sondern vor allem globale Reichweite über Streaming-Plattformen aufbauen wollen.
Sportlich kam die Unterschrift zum richtigen Zeitpunkt. Benn dominierte Prograis am 11. April über zwölf Runden und gewann einstimmig mit 98:92 auf allen drei Punktzetteln. Der Auftritt war vor allem deshalb stark, weil Benn das Tempo kontrollierte, den früheren Titelträger immer wieder mit der Führhand stoppte und über die volle Distanz kaum Einbrüche zeigte – ein wichtiges Signal nach einem Kampf, in dem taktische Reife mehr zählte als reine Aggression.
Für europäische Fans ist der Fall besonders relevant: Benn gehört zu den wenigen britischen Boxern, die sowohl in Großbritannien als auch auf dem US-Markt Zugkraft entwickeln. Dass der Kampf auf einer großen Netflix-Boxkarte lief, erhöhte seine Sichtbarkeit auch in der DACH-Region deutlich, selbst wenn eine reguläre Live-Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz je nach Rechtevergabe plattformabhängig bleibt.
Noch wichtiger ist die Lage in der Gewichtsklasse. Benn steht in der WBC-Rangliste auf Platz eins und ist offizieller Pflichtherausforderer. Mit dem Sieg gegen Prograis hat er seinen Anspruch auf ein Duell mit Ryan Garcia untermauert. Genau dort liegt nun der Hebel für Zuffa Boxing: Gelingt Benn der Sprung in diesen Titelkampf, würde er vom britischen Publikumsliebling zur festen Größe auf Weltbühne aufsteigen. Andernfalls bleibt er für die neue Promotion trotzdem ein vermarktbarer Name mit Momentum.
Als Nächstes wird entscheidend sein, ob Zuffa Benns Position bei der WBC in ein Garcia-Duell ummünzen kann – oder ob zunächst ein weiterer Eliminator dazwischengeschoben wird.