Lennox Lewis stärkt Joshua nach Fury-Ansage den Rücken: Warum ein Kampf verfrüht wäre

Dmitriy Kel 13. April 2026 17:01

Lennox Lewis hat Anthony Joshua öffentlich verteidigt, nachdem Joshua Tyson Furys Herausforderung vorerst nicht angenommen hat.

Nach Tyson Furys Sieg über Arslanbek Makhmudov in London am vergangenen Wochenende nutzte der Schwergewichtsstar seinen Moment im Ring, um Anthony Joshua herauszufordern. Die Ansage entfachte sofort neue Diskussionen über eines der größten möglichen Duelle im Boxen, doch Lennox Lewis machte klar, dass Joshua seiner Ansicht nach derzeit nicht bereit für diesen Kampf ist.

Lewis betonte, Joshua brauche noch Zeit, bevor er gegen Fury in den Ring steigt. Der frühere vereinigte Schwergewichtsweltmeister stehe nicht nur unter dem üblichen Druck eines Topkampfs, sondern kämpfe aus Sicht von Lewis mit deutlich tiefer gehenden Belastungen. Joshua werde in Richtung eines Showdowns gedrängt, für den er mental noch nicht bereit sei. Ein zu früher Schritt könnte mehr schaden als nützen.

Nach Darstellung von Lewis hat Joshua in seiner Karriere eine traumatische Phase durchlebt, die ihn bis heute beeinflusst. Der Hintergrund reicht bis in den Dezember zurück, als Joshua in Nigeria in einen schweren Autounfall verwickelt war. Zwei enge Vertraute und Teammitglieder — Kraft- und Konditionstrainer Sina Gami sowie Personal Trainer Latif „Latz“ Ayodele — kamen bei dem Unfall ums Leben. Joshua selbst soll nur leichte Verletzungen erlitten haben, doch die emotionale Belastung wirkt offenbar weiter nach.

Damit geht es um mehr als nur einen möglichen Superkampf. Sollte Fury jetzt weiter Druck machen, wäre ein Duell mit Joshua nicht nur ein Test seiner boxerischen Klasse, sondern auch seines Zustands und seiner mentalen Stabilität. Wartet Joshua dagegen ab, könnte sich die Lage im Schwergewicht um ihn herum verändern, zumal weitere Topanwärter auf ihre Chance drängen. Genau deshalb hat Lewis’ Stellungnahme Gewicht: Sie verschiebt die Debatte weg vom Vorwurf des Ausweichens hin zu Trauerbewältigung und einem überlegten Neuaufbau.

Ob Fury das gefällt oder nicht: Der nächste Schritt hängt davon ab, wann Joshua sich wirklich bereit fühlt. Diese Entscheidung könnte die Schwergewichtsszene stärker prägen als jede Kampfansage direkt nach dem Fight.

BBC
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