David Benavidez (31-0, 25 K.o.) und Gilberto Ramirez (48-1, 30 K.o.) haben vor ihrem Cruisergewichtsduell in Las Vegas das Gewichtslimit eingehalten. Ramirez setzt dabei seine WBA- und WBO-Titel aufs Spiel. Er brachte 90,7 kg auf die Waage, Benavidez 89,3 kg.
In Las Vegas ist der Weg frei für eines der sportlich spannendsten Boxduelle des Wochenendes: David Benavidez fordert Gilberto „Zurdo“ Ramirez im Cruisergewicht heraus, nachdem beide beim offiziellen Wiegen unter dem Limit geblieben sind. Der Titelkampf steigt am Samstagabend Ortszeit in Nevada, aus Sicht der DACH-Region also in der Nacht auf Sonntag. Für europäische Fans ist das Duell vor allem deshalb relevant, weil sich hier die Kräfteverhältnisse in einer international offen wirkenden Gewichtsklasse neu sortieren könnten.
Ramirez, aktueller WBA- und WBO-Weltmeister, wog 90,7 kg. Benavidez brachte bei seinem Debüt im Limit bis 200 Pfund 89,3 kg auf die Waage. Damit ist die zentrale Frage klar umrissen: Trägt Benavidez seinen hohen Output und den konstanten Druck auch eine Klasse höher gegen einen von Natur aus größeren Mann?
Auf dem Spiel steht mehr als nur ein weiterer WM-Abend in den USA. Gewinnt Benavidez, schiebt er sich sofort in die erste Reihe der Cruisergewichts-Elite und macht Kämpfe gegen weitere Titelträger deutlich realistischer. Gewinnt Ramirez, festigt er seine Stellung als echter Champion und nicht bloß als Übergangslösung in einer zersplitterten Szene.
Analytisch spricht einiges für ein enges Gefecht: Benavidez lebt seit Jahren von Schlagvolumen, Tempo und Vorwärtsdrang, während Ramirez mit Reichweite, Ruhe und Erfahrung über mehrere Gewichtsgrenzen hinweg arbeitet. Gerade dieser Stilkontrast macht das Duell interessant. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 05:00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz über DAZN.
Im Rahmenprogramm treffen zudem Armando Resendiz und Jaime Munguia um den WBA-Titel im Supermittelgewicht aufeinander. Sobald der Ringgong ertönt, geht es für Benavidez um den Beweis, dass sein Stil auch im Cruisergewicht trägt – und für Ramirez um die Frage, ob er die Division weiter anführen kann.