Nur kurz nach dem Erfolg gegen Derek Chisora hat Deontay Wilder in den USA ein mögliches Duell mit Moses Itauma ins Gespräch gebracht. Der frühere WBC-Champion aus den Vereinigten Staaten nannte den ungeschlagenen Briten als denkbaren nächsten Gegner und lieferte damit sofort ein Thema mit internationaler Relevanz — auch für europäische Fans, weil Itauma als eines der wichtigsten Schwergewichtsprojekte aus Großbritannien gilt.
Wilder machte deutlich, dass er einem Kampf nicht aus dem Weg gehen würde. Der Amerikaner betonte, dass er im Schwergewicht gegen jeden antreten könne und keinen Namen meide. Zugleich verwies er darauf, dass er Itauma erst zuletzt genauer beobachtet habe, unter anderem nach dessen Auftritt gegen Jermaine Franklin.
Für die Gewichtsklasse wäre das Duell sportlich hochinteressant. Wilder müsste zeigen, dass er trotz seines Karriereabschnitts weiter zur erweiterten Spitze gehört und mit seiner Schlagkraft noch immer jeden Gegner gefährden kann. Itauma wiederum könnte mit einem Sieg über einen früheren Weltmeister den Sprung vom vielversprechenden Prospect zum ernsthaften Anwärter auf große Kämpfe schaffen.
Gerade für das europäische Publikum ist das Szenario reizvoll. Itauma ist im britischen Markt bereits stark präsent, und Kämpfe mit London-Bezug oder britischen Schwergewichten finden auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz traditionell hohe Aufmerksamkeit. Dazu kommt der klare sportliche Kontrast: hier der erfahrene Puncher Wilder, dort der junge, dynamische Itauma.
Analytisch spricht vieles für eine ernsthafte Prüfung. Itauma stoppte Jermaine Franklin zuletzt in Runde fünf mit einem harten Uppercut und unterstrich erneut seine Abschlussqualitäten. Wilder lebt seit jeher von Explosivität und Reichweite. Sollte die Ansetzung konkreter werden, dürfte schnell die Frage entstehen, ob Erfahrung oder Entwicklung in diesem Duell den Ausschlag gibt. In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, ob aus Wilders öffentlichem Interesse echte Verhandlungen werden.