Im Schwergewicht steht am 4. April in der Londoner O2 Arena ein richtungsweisendes Duell an: Dereck Chisora trifft auf Deontay Wilder und beide brauchen ein Ausrufezeichen. Für den europäischen Markt ist das Duell auch deshalb relevant, weil mit Chisora einer der prägenden UK-Veteranen der vergangenen Jahre vor heimischem Publikum antritt.
In London kommt es am 4. April in der O2 Arena zum Schwergewichtsduell zwischen Dereck Chisora und Deontay Wilder. Das Event läuft bei DAZN, der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 1.00 Uhr MESZ in der Nacht auf den 5. April und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Plattform abrufbar. Sportlich ist es ein Kampf mit klarer Trennlinie: Der Sieger bleibt im erweiterten Kreis relevanter Namen, der Verlierer rutscht im Titelrennen deutlich ab.
Für europäische Fans ist die Konstellation besonders interessant. Chisora ist seit Jahren eine feste Größe auf britischen Großveranstaltungen und zieht in London konstant Publikum. Wilder wiederum kämpft zwar selten in Europa, bringt aber mit seiner Knockout-Gefahr genau das Profil mit, das auch außerhalb der USA sofort Aufmerksamkeit erzeugt.
Vor allem für Wilder steht viel auf dem Spiel. Nach mehreren Rückschlägen in Topkämpfen muss der frühere WBC-Weltmeister zeigen, dass er auf Elite-Niveau noch Einfluss hat. Seine größte Waffe bleibt die Schlagkraft: 42 seiner 43 Siege holte er vorzeitig. Chisora setzt dagegen weiter auf Druck, Nehmerqualitäten und einen unruhigen Rhythmus, der Gegner über viele Runden zermürben kann.
Auch Chisora kämpft um mehr als einen späten Karrierehöhepunkt. Ein Sieg über den bekannteren Namen aus den USA würde seinen Marktwert in Europa sofort anheben und ihn für weitere große Abende in Position bringen. Damit wäre er für Matchmaker wieder deutlich attraktiver, wenn es um hochkarätige Schwergewichtsansetzungen geht.
Zur Undercard gehören unter anderem Mateusz Masternak gegen Viddal Riley und Denzel Bentley gegen Endry Saavedra. Der Blick richtet sich aber klar auf den Hauptkampf: In London wird sich zeigen, wer im Schwergewicht noch eine echte Zukunft auf großer Bühne hat.