McGregor vs. Lobov vor dem High Court Dublin: Vergleich beendet den Whiskey-Streit

Dmitriy Kel 17. April 2026 08:37

Kurz vor dem angesetzten Verhandlungstermin am 15. April in Dublin haben Conor McGregor und Artem Lobov ihren Streit um Proper No. Twelve beigelegt. Die Einigung wurde vor dem High Court in Irland bekannt gegeben, wo Lobov Ansprüche im Zusammenhang mit dem lukrativen Verkauf der Marke geltend gemacht hatte. Für europäische Kampfsportfans ist der Fall auch deshalb relevant, weil sich hier zwei bekannte Namen aus der irischen MMA-Szene und dem früheren SBG-Umfeld öffentlich gegenüberstanden.

Der Konflikt reicht bis ins Jahr 2017 zurück. Lobov argumentierte, er habe die Idee zu McGregors eigener Whiskey-Marke mit angestoßen, Gespräche mit einer Brennerei eröffnet und beim Aufbau des Geschäfts eine wichtige Rolle gespielt. Aus seiner Sicht habe es dafür eine mündliche Vereinbarung über einen Anteil von fünf Prozent gegeben. McGregor bestritt stets, dass es eine solche Abmachung jemals gegeben habe.

Im Zentrum stand eine erhebliche Summe. 2021 wurde Proper No. Twelve an Proximo Spirits, den Eigentümer hinter Jose Cuervo, in einem Deal verkauft, dessen Volumen auf bis zu 600 Millionen US-Dollar geschätzt wurde. Damals wurde berichtet, dass McGregor persönlich deutlich mehr als 100 Millionen US-Dollar eingenommen habe. Lobov zog später vor Gericht und forderte rund 30 Millionen US-Dollar. Das Verfahren war mehrfach verschoben worden, ehe nun kurz vor der inhaltlichen Anhörung die Einigung erfolgte.

Sportlich hat der Fall keine direkte Auswirkung auf eine Gewichtsklasse, für McGregors öffentliche Wahrnehmung ist er dennoch bedeutsam. Der Ire bleibt auch außerhalb des Käfigs eine der prägendsten Figuren des MMA. Lobov wiederum sah sich nach eigenen Angaben um seinen Anteil an einer Erfolgsgeschichte gebracht, die er mit aufgebaut habe.

Nach Bekanntgabe des Vergleichs erklärte Lobov lediglich, er sei mit dem Ergebnis zufrieden. Die finanziellen Details bleiben vertraulich. Als Nächstes dürfte vor allem die Frage im Vordergrund stehen, ob damit eines der erbittertsten Kapitel abseits des Sports in McGregors Karriere endgültig abgeschlossen ist.

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