Nach dem Titelkampf bei UFC 327 hat Alex Pereira deutliche Kritik an Jiri Prochazka geäußert. Der frühere Champion sieht im riskanten Stil des Tschechen einen entscheidenden Grund für das schnelle K.o. gegen Carlos Ulberg.
Nach UFC 327 in Miami hat Alex Pereira die Niederlage von Jiri Prochazka gegen Carlos Ulberg ungewöhnlich scharf eingeordnet. Im Hauptkampf am 11. April verlor Prochazka den vakanten Halbschwergewichtstitel schon in Runde eins, nachdem Ulberg ihn trotz sichtbarer Probleme früh im Kampf ausknockte.
Für Fans in Europa war das Duell besonders relevant, weil mit Prochazka einer der bekanntesten Kämpfer aus Mitteleuropa um UFC-Gold kämpfte. Der Hauptkampf begann voraussichtlich in den frühen Morgenstunden am Sonntag gegen 6.00 Uhr MESZ. In Deutschland, Österreich und der Schweiz läuft die UFC in der Regel über DAZN beziehungsweise den UFC Fight Pass.
Sportlich kippte der Kampf schnell. Ulberg wirkte zunächst angeschlagen, fing Prochazka dann aber bei einem weiteren aggressiven Vorstoß mit einem linken Haken ab und beendete das Duell bei 3:45 Minuten der ersten Runde mit Folgetreffern. Genau diesen Ansatz stellte Pereira anschließend infrage.
Im Gespräch mit MMA Fighting sagte der Brasilianer sinngemäß, jeder habe gesehen, dass Ulberg hurt gewesen sei. Entscheidend sei aber die Verantwortung des Kämpfers für die eigene Gesundheit und die richtige taktische Entscheidung im Moment. Prochazka habe aus Pereiras Sicht zu forsch attackiert und dafür den Preis gezahlt.
Für die Gewichtsklasse hat das direkte Folgen. Ulberg schiebt sich mit dem Titelgewinn an die Spitze einer Division, in der Pereira nach seinem Ausflug ins Schwergewicht sofort wieder ein zentrales Thema wäre. Prochazka hingegen muss beweisen, dass sein spektakulärer Stil auch gegen präzise Elite-Striker noch titelreif ist. Der nächste Schritt dürfte deshalb klar sein: Ulberg braucht zeitnah eine erste Titelverteidigung gegen einen etablierten Namen, während Prochazka vor einem riskanten Neuaufbau steht.