Olympiasieger Gable Steveson steht vor dem nächsten Schritt im Kampfsport. Trotz seines Mehrkampf-Deals mit Real American Freestyle und dem geplanten Debüt am 30. Mai bei RAF 9 in Dallas spricht der 25 Jahre alte US-Amerikaner offen über einen möglichen Wechsel in die UFC.
Nicht der nächste Ringkampf, sondern die UFC ist das eigentliche Ziel: Gable Steveson wird am 30. Mai in Dallas bei RAF 9 erwartet und macht zugleich deutlich, wohin sein Weg führen soll. Der 25-jährige Olympiasieger im Ringen sieht sich inzwischen klar als MMA-Kämpfer. Für den internationalen Schwergewichtsmarkt ist das relevant, weil athletisch starke Ringer mit Abschlussqualitäten in dieser Gewichtsklasse weiter rar sind.
Steveson erklärte, dass er zwar mehrere Einsätze bei Real American Freestyle absolvieren werde, seinen Fokus aber längst auf Mixed Martial Arts gerichtet habe. Das Ringen bleibe seine Basis, doch ein UFC-Vertrag könne aus seiner Sicht jederzeit zustande kommen.
Sein sportliches Profil macht ihn für Matchmaker interessant. Steveson steht im MMA bei 3:0, alle drei Siege endeten per Knockout in der ersten Runde. Genau diese Mischung aus Spitzenringen, Explosivität und frühem Finish-Potenzial sorgt dafür, dass sein Name über den üblichen Kreis der Wrestling-Fans hinaus beobachtet wird.
Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Geschichte trotz fehlender europäischer Verbindung relevant, weil die UFC im Schwergewicht seit Jahren nach entwicklungsfähigen Athleten mit hoher sportlicher Decke sucht. Steveson könnte bei einem erfolgreichen Wechsel schnell in genau diese Lücke stoßen. Gleichzeitig bleibt die offene Frage, wie stabil seine Dominanz aus dem Ringen gegen erfahrenere MMA-Gegner trägt, sobald Tempo, Distanzmanagement und Bodenkampf komplexer werden.
Auch sportlich steht einiges auf dem Spiel: Bei RAF 9 kann Steveson noch einmal unter Beweis stellen, dass er auf der Matte und im Clinch ein Ausnahmetalent bleibt. Liefert er dort überzeugend, dürfte der Druck auf die UFC wachsen, sich früher als später zu melden. Der nächste Schritt ist damit klar umrissen: erst Dallas, dann womöglich der Anruf aus der größten Organisation des Sports.