Francis Ngannou sieht vor dem Interimskampf im Schwergewicht nicht Alex Pereira, sondern Ciryl Gane in der Favoritenrolle.
Beim UFC Freedom 250 treffen Ciryl Gane und Alex Pereira am 14. Juni auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington, D.C. aufeinander. Im Kampf um den Interimstitel im Schwergewicht legt sich Ex-Champion Francis Ngannou früh fest: Für ihn spricht der Stil klar eher für Gane. Für europäische Fans hat das Duell zusätzlich Gewicht, weil mit dem Franzosen einer der prominentesten UFC-Kämpfer aus Europa in einem möglichen Titel-Schlüsselkampf steht.
Ngannous Einschätzung ist nicht beliebig. Er kennt Gane aus eigener Erfahrung und weiß, wie schwer dessen Beinarbeit, Distanzgefühl und Tempo im Schwergewicht zu lesen sind. Pereira bringt zwar die Schlagkraft und Physis mit, um auch eine Klasse höher gefährlich zu sein. Gegen einen beweglichen Techniker wie Gane wird der Brasilianer aber vor eine andere Aufgabe gestellt als gegen statischere Gegner.
Sportlich steht viel auf dem Spiel. Gewinnt Gane, untermauert er seinen Anspruch auf den nächsten regulären Titelkampf und festigt seinen Status als einer der saubersten Striker der Division. Gewinnt Pereira, öffnet sich für die UFC ein neues Szenario: Einer ihrer größten Stars würde sofort auch im Schwergewicht in die Titeldebatte drängen.
Der Stilkontrast macht den Reiz des Kampfs aus. Pereira lebt von druckvollen Sequenzen und kampfentscheidender Power, Gane von Rhythmuswechseln, Winkeln und Reichweitenkontrolle. Genau darin liegt aus Ngannous Sicht der Vorteil des Franzosen. Für Pereira geht es um den Nachweis, dass seine Werkzeuge auch gegen einen mobilen Schwergewichtler auf Topniveau funktionieren.
Eine offizielle Startzeit für die DACH-Region steht bislang nicht fest. Bei UFC-PPV-Events beginnt der Hauptkampf in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfahrungsgemäß in den frühen Morgenstunden. Mit der finalen Fight Week werden auch Übertragungsdetails und die weitere Titelplanung im Schwergewicht klarer werden.