Am 12. September treffen Canelo Alvarez und Christian Mbilli in Riad in einem WM-Kampf im Supermittelgewicht aufeinander. Für Alvarez ist es die nächste große Bühne seiner Karriere, für Mbilli die bislang größte Chance, sich an der Spitze der Gewichtsklasse festzusetzen. Für Fans in Europa ist das Duell auch deshalb relevant, weil Saudi-Arabien sich längst als zentraler Austragungsort des Weltboxens etabliert hat und Topkämpfe damit zeitlich und medial näher an den DACH-Markt rücken.
Mbilli geht mit makelloser Bilanz in den Kampf und wurde nach dem Karriereende von Terence Crawford zum regulären WBC-Weltmeister hochgestuft. Damit bekommt das Duell zusätzliches Gewicht: Gewinnt Alvarez, zieht er die Macht im Supermittelgewicht wieder an sich und bleibt die Schlüsselfigur für die größten Ansetzungen. Gewinnt Mbilli, steht die gesamte 168-Pfund-Klasse vor einer Neuordnung.
Sportlich ist die Paarung reizvoll. Mbilli arbeitet mit hohem Druck, vielen Händen und sucht konsequent den Schlagabtausch. Genau dieser Stil kann gegen Alvarez zum Risiko werden, aber auch zur Probe auf dessen aktuelles Niveau. Canelo lebt von Timing, Körpertreffern und Ruhe in engen Phasen. Die offene Frage lautet, wie konstant er diese Stärken noch gegen jüngere, hungrige Gegner abrufen kann.
Alvarez erklärte, seine Motivation sei unverändert: sich selbst herauszufordern, Mexiko zu repräsentieren und sein Vermächtnis auszubauen. Mbilli kündigte an, dass die Sportwelt im September seinen großen Sieg erleben werde.
Eine offizielle Übertragungszeit für Deutschland, Österreich und die Schweiz steht bislang noch aus. Der Hauptkampf dürfte wegen des Austragungsorts Riad jedoch voraussichtlich zu einer zuschauerfreundlicheren Uhrzeit in der Nacht oder am späten Abend MESZ stattfinden. Die Sender- und Streamingverteilung für die DACH-Region dürfte in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Danach wird auch klarer, ob für den Sieger bereits der nächste große Name wartet.