Vor einem möglichen Schwergewichtsduell mit Moses Itauma hat Filip Hrgovic die entscheidende Frage in den Mittelpunkt gerückt: Wie reagiert der hochgelobte junge Gegner, wenn der Kampf in London am 8. August erstmals wirklich ungemütlich wird? Austragungsort soll die britische Hauptstadt sein, ein Termin, der für Europas Schwergewichtsszene besonderes Gewicht hat, weil hier ein etablierter Contender auf eines der am schnellsten aufsteigenden Talente der Division trifft.
Hrgovic machte nach seinem TKO-Sieg gegen David Allen deutlich, dass er sich jedem Schwergewicht stellen will, solange er fit ist. Den Kroaten beschäftigt bei Itauma weniger dessen Technik als dessen Widerstandskraft. Der 20-Jährige gilt als explosiv, schnell und sauber ausgebildet. Offen ist aus Sicht von Hrgovic aber, wie Itauma auf harte Treffer, Druckphasen und einen Rückschlag reagiert. Genau darin sieht der frühere WM-Herausforderer den möglichen Knackpunkt.
Für europäische Fans ist das Duell auch deshalb relevant, weil Hrgovic seit Jahren zu den bekanntesten Schwergewichten des Kontinents zählt und Itauma in Großbritannien aufgebaut wird. Das macht den möglichen Kampf zu mehr als einer Standortbestimmung: Es ist ein direkter Vergleich zweier europäisch geprägter Wege an die Weltspitze.
Sportlich steht viel auf dem Spiel. Hrgovic ist aktuell bei WBC, WBA, IBF und WBO in den Top Ten geführt, Itauma sogar noch höher platziert. Gewinnt Itauma, rückt ein WM-Kampf deutlich näher und der Hype wächst weiter. Gewinnt Hrgovic, stoppt er den Vormarsch des Talents und bringt sich selbst wieder mit Nachdruck in die Titeldebatte.
Eine bestätigte Übertragung für die DACH-Region sowie die genaue europäische Startzeit des Hauptkampfs liegen bislang nicht vor. Sollte der Kampf offiziell fixiert werden, richtet sich der Blick als Nächstes auf die Ansetzung, das Rahmenprogramm und die Frage, ob Itauma den ersten echten Härtetest seiner Profilaufbahn besteht.