Neue Bewegung im Schwergewicht: Tyson Fury und Oleksandr Usyk haben in dieser Woche über Social Media einen möglichen dritten Kampf angedeutet. Die Clips wurden zusätzlich von Turki Alalshikh verbreitet, womit die Diskussion um eine Trilogie erneut Fahrt aufnimmt. Für europäische Boxfans ist das besonders relevant, weil Usyk als ukrainischer Weltstar und Fury als britische Schlüsselfigur den Markt diesseits des Atlantiks seit Jahren prägen.
Den Anstoß gab Fury selbst. Der frühere Champion erklärte in einem Video, dass er Usyk nach einem Sieg über Anthony Joshua erneut boxen wolle, und nannte London, Las Vegas sowie New York als denkbare Austragungsorte. Usyk reagierte prompt und signalisierte ebenfalls Bereitschaft für ein drittes Duell – ob in New York, Las Vegas oder Saudi-Arabien.
Sportlich wäre ein weiterer Vergleich klar aufgeladen. Usyk hat Fury bereits zweimal geschlagen und damit die Kräfteverhältnisse an der Spitze des Schwergewichts verschoben. Sollte es tatsächlich zu einem dritten Kampf kommen, ginge es für den Ukrainer darum, seine Stellung als dominanter Schwergewichtler dieser Ära weiter auszubauen. Fury dagegen müsste beweisen, dass er nach den Niederlagen gegen Usyk noch einmal an die absolute Spitze zurückkehren kann.
Auch für die Gewichtsklasse hätte ein dritter Kampf Folgen. Eine Trilogie würde die Titel- und Herausfordererfrage im Schwergewicht erneut verzögern, zugleich aber den größten noch vermarktbaren Handlungsbogen der Division liefern: Bestätigung auf der einen, Revanche auf der anderen Seite.
Zunächst stehen jedoch andere Aufgaben an. Usyk soll am 23. Mai gegen den Kickboxer Rico Verhoeven zurückkehren. Fury ist für Oktober gegen Anthony Joshua vorgesehen und könnte zuvor im Sommer noch einmal boxen. Gewinnen beide, dürfte aus den aktuellen Andeutungen schnell ein konkretes Verhandlungsthema werden.
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