Im Fokus steht an diesem Samstag in Liverpool das Duell zwischen Ben Whittaker und Brian Suarez. Der Brite bestreitet dort seinen zwölften Profikampf, während Suarez mit 20 Knockouts bei 21 Siegen als gefährlicher Prüfstein anreist. Für den britischen Markt ist der Abend auch deshalb relevant, weil Whittaker nach seinem Olympia-Silber von Tokio weiter als eines der Aushängeschilder der nächsten Boxgeneration gilt.
Whittaker hat seit seinem Wechsel ins Profilager zwar viel Aufmerksamkeit erzeugt, kam in knapp vier Jahren aber nur auf elf Einsätze. Genau das soll sich nun ändern. Läuft in Liverpool alles nach Plan, könnte er bereits am 27. Juni in Brooklyn wieder boxen. Das bestätigte Eddie Hearn, der den Halbschwergewichtler inzwischen als Promoter betreut.
Für europäische Fans ist der Kampf besonders interessant, weil Whittaker zu den bekanntesten Gesichtern des britischen Boxens gehört und seine Entwicklung auch in der DACH-Region genau verfolgt wird. Sportlich steht ebenfalls einiges auf dem Spiel: Ein überzeugender Auftritt gegen den schlagstarken Suarez würde Whittakers Anspruch auf größere internationale Termine untermauern und ihn näher an die erweiterten Topränge der Gewichtsklasse bringen.
Der mögliche Brooklyn-Termin hätte zusätzlich Gewicht. Dort soll im Hauptkampf Xander Zayas (23-0, 13 K.o.) seine WBO- und WBA-Titel im Halbmittelgewicht gegen Jaron Ennis (35-0, 31 K.o.) verteidigen. Für Whittaker wäre das die Chance, sich erstmals auf großer US-Bühne zu präsentieren. Zunächst muss er in Liverpool jedoch zeigen, dass auf sein Talent nun auch Konstanz folgt. Danach dürfte schnell klar werden, ob der nächste Schritt tatsächlich über Brooklyn führt.