Eddie Hearn hat die nächsten Schritte für Anthony Joshua umrissen: Zuerst könnte ein Duell mit Deontay Wilder anstehen, danach soll es gegen Tyson Fury gehen. Der Promoter sieht in Wilder den passenden Härtetest auf dem Weg zu einem der größten britischen Schwergewichtskämpfe der vergangenen Jahre.
Im Schwergewicht nimmt ein mögliches Duell zwischen Anthony Joshua und Deontay Wilder wieder Form an. Eddie Hearn erklärte in diesen Tagen im Gespräch mit Fight Hub TV, Joshua solle nach seiner Verletzung zunächst gegen Wilder zurückkehren, bevor ein möglicher Showdown mit Tyson Fury folgt. Für den europäischen Boxmarkt wäre das ein Schlüsselprojekt, weil Joshua und Fury in Großbritannien weiterhin die größte Zugkraft besitzen.
Der Plan zeigt vor allem, wie Joshuas Karriere derzeit eingeordnet wird. Er braucht nach der Pause einen bekannten Gegner, aber aus Sicht seines Teams offenbar keinen, der den Fury-Kampf sofort gefährdet. Genau darin liegt die Brisanz: Wilder ist trotz seiner jüngsten Schwankungen weiter einer der gefährlichsten Puncher der Gewichtsklasse. Ein Sieg über ihn würde Joshua sportlich und wirtschaftlich wieder in Position bringen. Eine Niederlage würde die Hierarchie im Schwergewicht erneut durcheinanderwerfen.
Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Kampf auch ohne festen Termin relevant. Joshua steht seit Jahren im Fokus des europäischen Publikums, weil seine größten Abende in Großbritannien stattfanden und seine Kämpfe regelmäßig den hiesigen Markt mitprägen. Sollte das Event offiziell angekündigt werden, dürfte der Hauptkampf bei einer US- oder Saudi-Arabien-Card voraussichtlich erst in der Nacht laufen; eine genaue Startzeit in MEZ oder MESZ sowie die Übertragung für die DACH-Region stehen noch nicht fest.
Sportlich steht für beide viel auf dem Spiel. Joshua muss beweisen, dass er gegen einen explosiven Finisher diszipliniert bleibt und dennoch konsequent abschließt. Wilder wiederum braucht gegen einen Topnamen einen klaren Erfolg, um wieder als ernsthafter Faktor im Titelrennen zu gelten. In den kommenden Monaten dürfte sich entscheiden, ob aus einem lange verpassten Schwergewichtsduell doch noch der letzte große Anlauf wird – und ob danach tatsächlich Tyson Fury wartet.