Das geplante Rematch zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao gerät schon vor dem ersten Gong ins Wanken. Am Wochenende in Las Vegas bezeichnete Mayweather den Kampf vor Fans als Exhibition, während das Lager von Pacquiao darauf beharrt, dass ein Vertrag für einen offiziell gewerteten Profikampf unterschrieben wurde.
Wenige Wochen nach neuen Spekulationen um ein zweites Duell zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao ist in Las Vegas ein offener Konflikt über den Status des Kampfes entstanden. Mayweather sprach am Wochenende öffentlich von einer Exhibition, Pacquiaos Team hält dagegen: Nach ihrer Darstellung liegt ein gültiger Vertrag für einen sanktionierten Profikampf vor. Brisant ist das auch deshalb, weil die rechtliche Einordnung über Wertung, Lizenzierung und Vermarktung in den USA entscheidet.
Öffentlich gemacht hat den Streit Jas Mathur, CEO von Manny Pacquiao Promotions. Gegenüber ESPN erklärte er, die Vereinbarung sei weiterhin aktiv und nicht aufgehoben worden. Mayweather habe einen Vertrag für einen Profikampf unterzeichnet und verhalte sich nun nicht vertragskonform. Pacquiaos Seite verweist dabei nach eigenen Angaben auf Unterlagen mit elektronischer sowie originaler Unterschrift.
Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Thema mehr als juristische Spitzfindigkeit. Ein offiziell gewerteter Kampf hätte sportliche Relevanz, eine Exhibition wäre vor allem ein Show-Format. Gerade in Europa ist das Interesse hoch, weil das erste Mega-Duell 2015 wegen der Uhrzeit nur nachts live verfolgt werden konnte und sportlich viele Erwartungen nicht erfüllte. Ein echtes Rematch würde dieser Rivalität nachträglich deutlich mehr Gewicht geben.
Auch für das Vermächtnis beider Boxer steht viel auf dem Spiel. Mayweather schützt seit Jahren seine makellose Bilanz, Pacquiao könnte eines der wichtigsten Kapitel seiner Karriere neu schreiben. Eine belastbare Sendezeit für die DACH-Region oder ein offizieller TV- und Streaming-Partner stehen bislang nicht fest, was den Eindruck zusätzlicher Unsicherheit verstärkt. Als Nächstes wird entscheidend sein, ob der Vertragsstatus zeitnah geklärt wird – erst dann kann das Rematch seriös geplant werden.