Vor dem Schwergewichtskampf zwischen Deontay Wilder und Derek Chisora bei The O2 in London traut David Haye vor allem dem Briten im Finish Vorteile zu.
Am 4. April treffen Deontay Wilder und Derek Chisora bei The O2 in London aufeinander. Im Vorfeld hat Ex-Weltmeister David Haye klar Position bezogen und sieht Chisora in diesem Schwergewichtsduell vorne. Für britische Boxfans ist das mehr als ein Veteranen-Kampf: In London geht es auch um die Frage, wer sich im europäischen Markt noch einmal für große Abende empfehlen kann.
Haye rechnet damit, dass Chisora den Kampf mit Druck, Körperarbeit und hoher Schlagzahl an sich ziehen kann. Sein Kernpunkt: Wenn Wilder in den späten Runden körperlich nachlässt, öffnet sich das Fenster für einen Abbruch. Genau dort sieht Haye die größte Chance des Londoners, der seit Jahren für seinen direkten Stil und seine Nehmerqualitäten steht.
Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Kampf trotz der späten Ansetzung relevant, weil Chisora in Europa ein etablierter Name ist und Wilder als früherer WBC-Champion weiterhin Strahlkraft besitzt. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 23.00 Uhr MESZ. Eine offizielle Übertragung für die DACH-Region ist bislang nicht bestätigt.
Sportlich steht für beide viel auf dem Spiel. Wilder muss zeigen, dass er nach seinen jüngsten Rückschlägen noch immer zur erweiterten Spitze zählen kann. Chisora wiederum kämpft um einen der größten Späterfolge seiner Karriere. Stilistisch ist die Aufgabe klar verteilt: Wilder braucht Distanz und den rechten Konter, Chisora muss eng an den Mann, den Rhythmus brechen und den Kampf unruhig machen.
Bemerkenswert ist auch die Zahl: Für beide wäre es der 50. Profikampf. Das unterstreicht, wie sehr Erfahrung, Verschleiß und Timing diesen Abend bestimmen werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wer härter trifft, sondern wer sein Tempo länger halten kann. Nach dem Londoner Event dürfte klarer sein, ob einer von beiden noch einmal Richtung große Schwergewichts-Bühne marschiert.