Vorerst wird es keinen Kampf zwischen Fabio Wardley und Moses Itauma geben. Das stellte Wardley im Gespräch mit Ring Magazine klar, während er sich auf den 9. Mai in Manchester vorbereitet, wo er seinen WBO-Titel gegen Daniel Dubois verteidigen soll. Für europäische Fans ist die Lage besonders interessant, weil sich das Schwergewicht derzeit stark über britische und kontinentale Namen neu sortiert.
Wardleys Position ist nachvollziehbar. Mit Dubois wartet zunächst ein ehemaliger Weltmeister, der ihm sportlich und politisch deutlich mehr einbringt als ein nationales Duell mit einem noch jungen Herausforderer. Im Schwergewicht geht es für Titelträger derzeit vor allem um Relevanz im Rennen mit den größten Namen der Klasse. Wer oben bleiben will, muss gegen etablierte Gegner liefern.
Genau das steht auf dem Spiel. Gewinnt Wardley gegen Dubois, dürfte der Ruf nach einem noch größeren Kampf sofort lauter werden — etwa gegen einen der führenden Namen im Titelgeschehen. Verliert er, ist sein Aufstieg abrupt gebremst. Itauma wiederum braucht aus Wardleys Sicht erst noch einen echten Härtetest gegen einen belastbaren Schwergewichtler. Als passendes Beispiel nannte er Filip Hrgovic, der mit Erfahrung, Physis und internationalem Format ein klarer Gradmesser wäre.
Auch aus DACH-Sicht ist das relevant: Hrgovic ist in Europa ein etablierter Name, Itauma boxt regelmäßig auf britischen Cards, und Wardley bewegt sich in einem Markt, der für deutsche, österreichische und Schweizer Fans leicht zugänglich ist. Der Hauptkampf am 9. Mai beginnt voraussichtlich gegen 23.00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in der DACH-Region voraussichtlich über DAZN.
Damit ist die Richtung klar: Wardley schaut auf Dubois und mögliche Großkämpfe, Itauma auf den nächsten Entwicklungsschritt. Wenn beide weiter gewinnen, wird dieses Duell später deutlich größer sein als heute.