Beim Box-Event The Magnificent 7 in Manchester hat der 21 Jahre alte Brite Moses Itauma den US-Veteranen Jermaine Franklin auf der Hauptkarte in der fünften Runde durch TKO besiegt.
In Manchester hat Moses Itauma am Samstagabend Jermaine Franklin im Hauptkampf von The Magnificent 7 durch technischen K.o. in Runde fünf gestoppt. Der 21 Jahre alte Brite blieb damit ungeschlagen und setzte ein Signal in einer Gewichtsklasse, die nach der Ära der etablierten Topnamen sichtbar nach der nächsten Generation sucht.
Für europäische Fans ist dieser Auftritt besonders relevant, weil Itauma als britisches Schwergewicht in einem Markt boxt, der traditionell großen Einfluss auf das internationale Geschehen der Königsklasse hat. Wer sich in Manchester gegen einen belastbaren Gegner durchsetzt, rückt automatisch in den Fokus der wichtigsten Matchmaker und TV-Partner auf dem Kontinent.
Sportlich war der Unterschied früh zu erkennen. Itauma bestimmte den Kampf mit sauberem Timing, schnellen Händen und kontrollierter Beinarbeit. Franklin fand zwar vereinzelt Antworten, kam aber nie in einen stabilen Rhythmus. Entscheidend wurde das Duell Ende der dritten Runde, als Itauma mit der Rechten einen klaren Niederschlag erzielte. Franklin stand wieder auf, wirkte danach jedoch deutlich anfälliger.
Im fünften Durchgang folgte die Entscheidung: Ein präziser linker Aufwärtshaken erschütterte den Amerikaner, wenig später brachte ein kurzer rechter Haken Franklin mit dem Gesicht voran zu Boden. Der Ringrichter brach ab. Besonders aussagekräftig: Franklin war zuvor gegen Anthony Joshua und Dillian Whyte über die Distanz gegangen. Itauma ist damit der erste Profi, der ihn vorzeitig stoppen konnte.
Genau darin liegt die Bedeutung dieses Sieges. Itauma hat nicht nur einen Veteranen geschlagen, sondern einen echten Härtetest bestanden. Als nächster Schritt bietet sich nun ein Gegner aus der erweiterten europäischen oder internationalen Contender-Klasse an. Hält er dieses Tempo, wird aus dem Prospect sehr schnell ein ernsthafter Faktor im Schwergewicht.