Der ungeschlagene britische Schwergewichtler Moses Itauma (14-0, 12 K.o.) hat seinen Sieg gegen Jermaine Franklin (24-3, 15 K.o.) im Hauptkampf von Magnificent 7 in der Co-op Live Arena in Manchester eingeordnet.
Mit dem Hauptkampf von Magnificent 7 hat Moses Itauma am Samstagabend in der Co-op Live Arena in Manchester das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Der 21 Jahre alte Brite stoppte Jermaine Franklin in Runde fünf und untermauerte damit seinen Ruf als eines der spannendsten Schwergewichtsprojekte im Weltboxen. Für europäische Fans ist der Kampf auch deshalb relevant, weil Itauma in Großbritannien aufgebaut wird – also auf einem Markt, der für die Zukunft der Königsklasse weiter großes Gewicht hat.
Nach dem Fight erklärte Itauma, dass er zunächst zu früh auf das Knockout gedrückt habe, ehe er seinen Stil umstellte und kontrollierter arbeitete. Der Körperangriff habe ihm schließlich den Weg zur vorzeitigen Entscheidung geöffnet.
„Ich wollte ihn in der ersten und zweiten Runde ausknocken, aber dann dachte ich: vielleicht nicht heute. Ich bin zu den Grundlagen zurückgekehrt, habe zum Körper gearbeitet, und das Knockout kam dann von selbst. Als ich Profi wurde, glaubte ich, dass ich Titel gewinnen kann, aber ich hätte nie gedacht, dass es so schnell geht. Ich bin nur ein junger Mann, der seinem Traum nachjagt. Gott ist gut“, sagte Itauma nach dem Kampf.
Der Sieg war sein zehnter vorzeitiger Erfolg in Serie – ein Wert, der im Schwergewicht sofort Aufmerksamkeit erzeugt. Franklin wiederum gilt als belastbarer Gradmesser, weil er bereits mit namhaften Gegnern über mehrere Runden gegangen ist. Genau deshalb hat dieser Erfolg sportliches Gewicht und ist mehr als nur ein weiterer Eintrag im Rekord.
Für die Gewichtsklasse ist das ein klares Signal: Itauma nähert sich dem Punkt, an dem aus einem Prospect ein ernsthafter Herausforderer wird. Als Nächstes dürften stärkere Namen und längere Prüfungen warten. Dann wird sich zeigen, ob sein Team den Aufbau weiter dosiert oder den Schritt in die erweiterte Weltspitze wagt.