Ein mögliches Duell zwischen Khamzat Chimaev und Sean Strickland bei UFC 3XX sorgt bereits für Diskussionen. Ex-UFC-Kämpfer Darren Till sieht klare Vorteile für Chimaev, warnt aber zugleich vor einem stilistisch heiklen Kampf.
Bei UFC 3XX könnte es zu einem der spannendsten Mittelgewichtsduelle des Jahres kommen: Khamzat Chimaev gegen Sean Strickland. Darren Till hat sich in diesen Tagen zu diesem möglichen Fight geäußert und sieht Chimaev zwar vorne, aber keineswegs in einem Selbstläufer. Für europäische Fans ist das Duell auch deshalb besonders interessant, weil Chimaev in Schweden lebt und dort sportlich groß geworden ist.
Till traut Chimaev zu, die entscheidenden Phasen des Kampfes zu kontrollieren. Gleichzeitig hält er Strickland für einen Gegner, der über fünf Runden gefährlich bleibt. Vor allem dessen Takedown-Defense, seine schnelle Rückkehr in den Stand und sein hohes Arbeitstempo könnten Chimaev vor Probleme stellen, wenn der früh zu viel Energie investiert.
Genau darin liegt der Reiz dieses möglichen Aufeinandertreffens. Chimaev gilt seit Jahren als Titelkandidat im Middleweight, doch Fragen zur Ausdauer in langen Kämpfen begleiten ihn weiter. Strickland wiederum gehört zu den unangenehmsten Aufgaben der Gewichtsklasse, weil er mit Jab, Druck und Disziplin jeden Rhythmus des Gegners stören kann.
Für die Division steht viel auf dem Spiel. Ein überzeugender Sieg von Chimaev würde seinen Anspruch auf einen Titelkampf massiv stärken. Sollte Strickland ihn dagegen stoppen, wäre das ein deutliches Signal, dass Erfahrung, Defensive und Konstanz im Mittelgewicht weiter den Unterschied machen. Gerade aus analytischer Sicht ist der Stilkontrast hochinteressant: explosive Anfangsphase gegen kontrolliertes Volumen über 25 Minuten.
Eine offizielle Ansetzung und damit auch eine bestätigte Startzeit für die DACH-Region gibt es noch nicht. Sollte die UFC den Kampf tatsächlich buchen, dürfte als Nächstes vor allem die Frage dominieren, ob Chimaev sein aggressives Tempo auch in den späten Runden halten kann.