Nach dem Titelgewinn von Carlos Ulberg am Sonntag hat sich auch Kamaru Usman zur neuen Lage im UFC-Halbschwergewicht geäußert. Im Podcast „Pound-4-Pound“ sprach sich der frühere Weltergewichtschampion dafür aus, Magomed Ankalaev als nächsten Herausforderer auf den Titelkampf anzusetzen. Für europäische Fans ist das Duell besonders relevant, weil Ankalaev seit Jahren zu den bekanntesten Kämpfern aus dem kaukasischen Raum im UFC-Kader zählt und in der Gewichtsklasse sportlich kaum zu übersehen ist.
Usmans Argument ist nachvollziehbar. Ankalaev gehört seit langer Zeit zur Spitzengruppe bei 93 Kilogramm und bringt ein Profil mit, das im Titelrennen schwer zu ignorieren ist: kontrolliertes Striking, hoher Druck und ein stabiles Ringen. Genau diese Mischung macht ihn zu einem Prüfstein für jeden Champion. Ulberg wiederum müsste gegen einen der komplettesten Contender der Division sofort beweisen, dass sein Titelgewinn mehr ist als ein günstiger Moment in einer offenen Gewichtsklasse.
Für die UFC hätte diese Ansetzung einen klaren sportlichen Wert. Gewinnt Ulberg auch gegen Ankalaev, wäre seine Regentschaft sofort belastbar und die Hierarchie im Halbschwergewicht deutlich klarer. Setzt sich Ankalaev durch, bekäme die Division den Titelträger, den viele Beobachter schon seit Jahren dicht an der Spitze sehen. Genau deshalb wirkt dieser mögliche Kampf größer als eine gewöhnliche erste Titelverteidigung.
Eine offizielle Ansetzung gibt es bislang nicht, ebenso wenig bestätigte Angaben zu Termin, Uhrzeit oder Übertragung in der DACH-Region. In den kommenden Tagen dürfte die UFC jedoch entscheiden, ob sie Usmans Linie folgt. Viel spricht dafür, dass Ulberg gegen Ankalaev der nächste Schlüsselkampf im Halbschwergewicht wird.