Für Paulo Costa zeichnet sich nach dem Wechsel ins Halbschwergewicht ein möglicher Richtungswechsel ab. Dustin Poirier hält Khalil Rountree für den passenden Gegner auf einer UFC-3XX-Karte.
Für Paulo Costa könnte sich noch in diesem Jahr bei UFC 3XX ein richtungsweisendes Duell ergeben. Dustin Poirier brachte zuletzt einen Kampf gegen Khalil Rountree ins Gespräch und traf damit einen Vorschlag, der sportlich wie vermarktungstechnisch Substanz hat. Für europäische Fans ist das trotz fehlender DACH-Verankerung relevant, weil das Halbschwergewicht hinter der Spitze offen ist und neue Namen schnell in Reichweite großer Events rücken.
Costa sucht nach seinem Wechsel von Mittel- ins Halbschwergewicht einen glaubhaften Neustart. Nach wechselhaften Auftritten braucht der Brasilianer einen Sieg, der mehr ist als ein Debüt in einer neuen Klasse. Rountree wiederum hat sich mit seinem druckvollen Stil und hoher Knockout-Gefahr als einer der gefährlichsten Action-Fighter der Division etabliert. Genau deshalb wirkt die Ansetzung logisch: zwei Striker, wenig Leerlauf, sofortige Aussagekraft für das Ranking.
Poirier formulierte es klar: Als Matchmaker würde er Costa gegen Rountree buchen. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar. Costa muss beweisen, dass seine Physis und sein Vorwärtsgang auch gegen natürlich größere Gegner tragen. Rountree könnte mit einem Sieg über einen bekannten Namen zeigen, dass er nicht nur spektakulär kämpft, sondern sich dauerhaft als ernster Kandidat im Titelrennen behaupten kann.
Für die Gewichtsklasse steht damit einiges auf dem Spiel. Während sich die Topplätze meist nur langsam bewegen, kann ein überzeugender Erfolg in dieser Division schnell Türen öffnen. Dazu kommt ein vertraglicher Aspekt: Costa hatte bereits öffentlich gemacht, dass nur noch ein Kampf auf seinem aktuellen UFC-Vertrag steht. Sollte die UFC genau dieses Match buchen, wäre es sportlich brisant und zugleich geschäftlich aufgeladen.
Eine offizielle Ansetzung, ein Termin oder eine DACH-Übertragung gibt es bislang nicht. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die UFC Poiriers Idee aufgreift und Costa seinen Einstand im Halbschwergewicht direkt gegen einen der härtesten Puncher der Klasse bestreitet.