Chimaev vs. Strickland bei UFC 3XX: O’Malley sieht den Schlüssel im Ringen

Alexander Ormanji 14. April 2026 09:09

Ein mögliches Mittelgewichtsduell zwischen Khamzat Chimaev und Sean Strickland bei einem künftigen UFC-3XX-Event sorgt bereits für Diskussionen. Sean O’Malley erklärte in dieser Woche auf seinem YouTube-Kanal, dass der Kampf für ihn vor allem an einer Frage hängt: Kann Strickland den ständigen Takedown-Druck über fünf Runden aushalten? Für europäische Fans ist das Duell auch deshalb spannend, weil Chimaev in Tschetschenien geboren wurde, Schweden repräsentiert und in Europa eine besonders große Anhängerschaft hat.

O’Malley traut Chimaev zu, den Kampf früh auf den Boden zu verlagern und dort entweder Kontrolle auszuüben, einen Abbruch zu erzwingen oder einen Aufgabegriff zu finden. Gleichzeitig sieht er die größte Unbekannte bei Stricklands Belastbarkeit über 25 Minuten, falls er immer wieder zu Boden gebracht wird, aufstehen muss und diese Sequenz permanent neu verteidigen soll.

Genau darin liegt die sportliche Brisanz für das Mittelgewicht. Ein Sieg von Chimaev gegen einen früheren Champion wie Strickland würde seinen Anspruch auf einen Titelkampf massiv untermauern. Gewinnt Strickland, rückt er wohl sofort wieder in die erste Reihe der Herausforderer und bestätigt erneut, dass sein Druck, seine Zähigkeit und sein hohes Tempo für jeden in der Division ein Problem bleiben.

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Stilistisch ist das Duell schnell erklärt: Chimaev lebt von Explosivität, Vorwärtsgang und seinem dominanten Ringen. Strickland funktioniert über Konstanz, Nehmerqualitäten und die Fähigkeit, Kämpfe unangenehm zu machen. O’Malley sieht deshalb leichte Vorteile bei Chimaev, hält Strickland aber für absolut gefährlich, wenn es ihm gelingt, aus den ersten Takedown-Versuchen einen zähen Abnutzungskampf zu machen. Sollte die UFC das Duell offiziell ansetzen, werden genau diese frühen Ringmomente den weiteren Verlauf vermutlich vorgeben.

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