Vor einem möglichen britischen Schwergewichtsduell zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua hat Malik Scott seine Einschätzung zum lange diskutierten Mega-Fight abgegeben. Der frühere Trainer des ehemaligen Weltmeisters Deontay Wilder erklärte im Gespräch mit Fight Hub TV auf YouTube, dass er in diesem Aufeinandertreffen eher einen Kampf über die vollen zwölf Runden erwartet als ein vorzeitiges Ende.
Scott begründet das mit dem Stil beider Boxer. Während ein mögliches Duell zwischen Wilder und Joshua aus seiner Sicht immer stark nach einem Knockout-Kampf ausgesehen habe, erkennt er bei Fury gegen Joshua eine andere Dynamik. Für europäische Fans ist das besonders relevant, weil beide seit Jahren die größten Namen des britischen Boxens sind und ein direktes Duell auch in der DACH-Region enormes Interesse auslösen würde.
Nach Scotts Ansicht könnte sich der Kampf zu einer kontrollierten, taktisch geprägten Auseinandersetzung entwickeln. Entscheidend wären dann weniger wilde Schlagserien als Ringintelligenz, Distanzgefühl und die Fähigkeit, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gerade im europäischen Boxmarkt hätte ein solcher Fight enormes Gewicht, weil er die Hierarchie im Schwergewicht neu ordnen könnte.
Scott wollte sich auf keinen klaren Sieger festlegen. Auf die direkte Frage nach dem Ausgang habe er keine eindeutige Antwort, sagte er, tendiere aber dazu, dass am Ende eher die Punktrichter als ein Knockout über den Gewinner entscheiden.
Auf dem Spiel stünde weit mehr als nur die Vorherrschaft in Großbritannien. Ein Sieg von Fury würde seinen Status als prägende Figur seiner Schwergewichtsgeneration weiter festigen. Ein Erfolg von Joshua dagegen könnte seine Karriere auf höchstem Niveau neu beleben und ihn wieder mitten ins Titelrennen bringen.
Ob und wann das Duell tatsächlich zustande kommt, ist weiter offen. Sollte der Kampf offiziell gemacht werden, dürfte als Nächstes vor allem die Terminierung und die internationale TV-Vermarktung in den Fokus rücken.