Pacquiao gegen Mayweather Jr. bei The Sphere: Rematch soll als Profikampf steigen

Andrey Karlov 15. April 2026 11:01
Manny Pacquiao vor dem symbolischen ersten Pitch im Yankee Stadium in New York am 7. April 2026. Getty Images

Im Lager von Pacquiao wächst der Druck: Der lange diskutierte zweite Kampf gegen Floyd Mayweather Jr. soll nach Darstellung des Filipinos ein offizieller Profikampf werden – nicht bloß ein für Streaming-Plattformen inszeniertes Spektakel. Für den 19. September ist das Event in Las Vegas geplant, als Plattform ist weiterhin Netflix im Gespräch. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz wäre ein so großes US-Event vor allem wegen der globalen Reichweite von Netflix relevant; der Hauptkampf würde bei einem Las-Vegas-Abendtermin voraussichtlich erst in den frühen Morgenstunden der DACH-Region beginnen.

Jas Mathur, Präsident von MP Promotions, erklärte in der Sendung „Inside the Ring“, Mayweather müsse seine Teilnahme an einem Profikampf bis spätestens Dienstag offiziell bestätigen. Andernfalls könnten von Pacquiaos Seite, von Netflix und von weiteren beteiligten Partnern Konsequenzen folgen.

Pacquiao machte gegenüber BoxingScene deutlich, dass er ein Ende des Taktierens erwartet. Nach Angaben aus seinem Umfeld soll Mayweather bereits mehrere Vereinbarungen unterzeichnet und Vorauszahlungen im Zusammenhang mit einem offiziell gewerteten Kampf erhalten haben.

Genau darin liegt der Kern der Geschichte. Würde der Rückkampf als Profiduell sanktioniert, stünde Mayweathers makellose Bilanz erneut auf dem Spiel. Der heute 49-Jährige hatte das erste Duell 2015 im MGM Grand einstimmig nach Punkten gewonnen. Für Pacquiao, inzwischen 47, geht es um weit mehr als Revanche: Nach seinem Comeback und dem Remis gegen den damaligen WBC-Weltergewichtschampion Mario Barrios will er beweisen, dass er auf Spitzenniveau noch bestehen kann.

Sportlich hätte der Ausgang auch Bedeutung für das Weltergewicht. Ein offiziell gewerteter Sieg Pacquiaos würde ihn sofort wieder in die Titeldebatte bringen, während Mayweather nur mit einem echten Profikampf seine Rückkehr sportlich legitimieren könnte. Nun richtet sich alles auf Mayweathers öffentliche Zusage. Fällt sie aus, dürfte die Debatte um das Event sofort kippen.

boxingscene.com
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