Tyson Fury vs. Arslanbek Makhmudov: Oleksandr Usyk sieht trotz Sieg zu wenig

Alexander Ormanji 15. April 2026 10:19

Nach dem Schwergewichtsduell zwischen Tyson Fury und Arslanbek Makhmudov hat sich Oleksandr Usyk deutlich, aber nüchtern zum Auftritt des Briten geäußert. Der Ukrainer sprach nach dem Kampf über den Sieg Furys und machte klar, dass ihn die Vorstellung sportlich nicht überzeugt hat.

Usyks Einschätzung ist in Europa besonders relevant, weil ein möglicher Vereinigungskampf zwischen dem ukrainischen Champion und Fury weiter als eines der größten Szenarien im Schwergewicht gilt. Gerade für Fans in der DACH-Region steht dabei nicht nur das Ergebnis im Fokus, sondern die Frage, in welcher Form Fury in ein mögliches Topduell gehen würde.

Gegenüber The Independent sagte Usyk, die Leistung sei aus seiner Sicht "nicht sehr gut" gewesen. Den Sieg selbst wertete er dennoch positiv. Gleichzeitig schilderte er, dass er den Kampf nicht komplett verfolgt habe, weil er nach sechs Runden in die Kirche gegangen sei.

Fury setzte sich am Ende einstimmig nach Punkten gegen Makhmudov durch. Doch genau darin liegt der Kern der Debatte: Im Schwergewicht reicht ein Sieg gegen einen gefährlichen Gegner oft nicht aus, wenn parallel die Maßstäbe für einen möglichen WM-Kracher gesetzt werden. Fury muss nicht nur gewinnen, sondern Dominanz ausstrahlen, wenn er seinen Status als Maßstab der Königsklasse untermauern will.

Für die Gewichtsklasse steht viel auf dem Spiel. Usyk hält weiterhin einen zentralen Teil der Machtverhältnisse im Schwergewicht in der Hand, Fury bleibt trotz kritischer Töne einer der wichtigsten Namen der Division. Wirkt der Brite verwundbar, verändert das die Ausgangslage für einen direkten Vergleich und stärkt zugleich die Hoffnung weiterer Top-Herausforderer.

Der Blick geht nun nach vorn: Entscheidend wird sein, ob Fury in seinem nächsten Auftritt klarer überzeugt und damit den Weg zu einem Duell mit Usyk endgültig freimacht.

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