Ryan Garcia steckt nach einem gemeinsamen Livestream mit UFC-Leichtgewichtskandidat Arman Tsarukyan in der nächsten Kontroverse. Der WBC-Star soll bei der Übertragung eine Wette über 40.000 Dollar verloren haben, doch laut Tsarukyan ist das Geld bis heute nicht angekommen. Daraus ist ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen dem Boxer und dem russisch-armenischen MMA-Kämpfer entstanden.
Ein gemeinsamer Livestream von Ryan Garcia und Arman Tsarukyan hat in dieser Woche einen offenen Streit ausgelöst. Auslöser ist eine Wette über 40.000 Dollar, die während der Übertragung abgeschlossen wurde. Passiert ist das online vor großem Publikum, beobachtet von Fans aus Boxen und MMA. Gerade für die DACH-Region ist der Fall interessant, weil Crossover-Duelle und öffentliche Provokationen zwischen UFC- und Box-Stars auch ohne offiziellen Kampf regelmäßig enorme Reichweite erzeugen.
Im Stream wettete Garcia darauf, mit Körpertreffern einen Niederschlag gegen einen Trainingspartner Tsarukyans zu erzielen. Bei dem Mann handelte es sich um den Profiboxer Rafael Simonyan, der mit einer Bilanz von 11:1 geführt wird. Garcia scheiterte an der Aufgabe und räumte die verlorene Wette zunächst ein. Vor laufender Kamera war zu sehen, wie er mehrere Geldbündel an Tsarukyan übergab.
Nach Darstellung des UFC-Kämpfers blieb es jedoch nicht bei dieser Zahlung. Tsarukyan erklärte, das Geld sei zum Nachzählen zurückgenommen worden. Anschließend habe Garcia zugesagt, den kompletten Betrag per Überweisung zu schicken. Tage später sei laut Tsarukyan weder Geld eingegangen noch eine Nachricht mit weiteren Details gefolgt.
Garcia rechtfertigte sich später öffentlich damit, nicht gewusst zu haben, dass er gegen einen ausgebildeten Profiboxer antreten würde. Statt die 40.000 Dollar zu zahlen, schlug er eine neue Herausforderung vor: Hält Tsarukyan acht Runden nach Boxregeln durch, wolle er 100.000 Dollar zahlen. Tsarukyan konterte umgehend und bot Garcia 1 Million Dollar an, falls dieser eine Runde MMA-Sparring übersteht.
Für europäische Fans ist Tsarukyan besonders relevant: Der russisch-armenische Top-Leichtgewichtler genießt auch außerhalb der USA große Aufmerksamkeit, weil seine Herkunft und sein Kampfstil in vielen Märkten des Kontinents stark verfolgt werden. Sportlich steht für ihn weit mehr auf dem Spiel als für Garcia. Tsarukyan gehört in der UFC zur Spitzengruppe im Leichtgewicht und muss seine Position als Titelkandidat behaupten, während Garcia erneut erlebt, wie schnell ein Social-Media-Moment seine sportliche Agenda überlagert.
Der nächste Schritt dürfte zuerst online folgen. Sollte der Ton weiter schärfer werden, könnte aus dem Streit noch eine neue öffentliche Herausforderung entstehen.