Im Schwergewicht nimmt ein möglicher Mega-Fight Formen an: Eddie Hearn plant für Anthony Joshua zunächst einen Comeback-Kampf im Juli, danach könnte im November das lange erwartete Duell mit Tyson Fury steigen. Austragungsort wäre nach aktuellem Trend erneut Saudi-Arabien, wo zuletzt die größten Schwergewichtsabende gebündelt wurden. Für europäische Fans ist das besonders relevant, weil sich hier zwei der prägendsten britischen Namen ihrer Generation gegenüberstehen.
Hearn skizzierte den Plan gegenüber The Ring klar. Joshua soll im Sommer gegen einen soliden Gegner Rhythmus aufnehmen, als Maßstab wurde Arslanbek Makhmudov genannt. Danach würde der Fokus sofort auf Fury wechseln. Parallel bleibt auch ein Kampf gegen Deontay Wilder ein Thema, doch nach Hearns Darstellung hat das Fury-Duell derzeit Priorität.
Sportlich steht weit mehr auf dem Spiel als nur Vermarktung. Der Sieger würde sich direkt wieder im Kreis der wichtigsten Herausforderer im Schwergewicht positionieren. Joshua muss beweisen, dass er gegen absolute Elitegegner noch einmal ein Titelrennen anführen kann. Fury wiederum hätte die Chance, offene Fragen über seinen Stellenwert nach den jüngsten Diskussionen um seine Zukunft klar zu beantworten.
Für den europäischen Markt hätte ein solches Event enorme Zugkraft. Beide Boxer sind in Großbritannien zu Stars geworden, ihre Rivalität begleitet die Szene seit Jahren über Interviews, Verhandlungen und geplatzte Ankündigungen. Gerade deshalb hätte der Kampf auch ohne WM-Gürtel sofort Ausnahmecharakter.
Eine genaue Startzeit oder offizielle Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es noch nicht. Sollte das Event in Riad stattfinden, würde der Hauptkampf voraussichtlich spätabends bis kurz nach Mitternacht MESZ beginnen; als Plattform kämen DAZN oder ein PPV-Modell infrage. Der nächste Schritt ist nun die Fixierung von Joshuas Juli-Termin. Erst wenn dieser steht, wird aus der Fury-Idee ein konkretes November-Szenario.