Tyson Fury vs. Arslanbek Makhmudov bei Tottenham Hotspur Stadium: Ex-Champion setzt ein klares Zeichen

Dmitriy Kel 12. April 2026 00:25

Vor großer Kulisse in London hat Tyson Fury am Samstagabend Arslanbek Makhmudov im Tottenham Hotspur Stadium deutlich nach Punkten besiegt. Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister kontrollierte den Kampf über zwölf Runden und ließ dem gefährlichen Puncher aus Kanada kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. Für europäische Fans war das Comeback auch deshalb relevant, weil Fury über Jahre zu den prägenden Gesichtern der britischen und damit auch der europäischen Boxszene gehörte.

Der Hauptkampf begann am späten Abend britischer Zeit und damit voraussichtlich gegen Mitternacht MESZ. In der DACH-Region war das Event je nach Rechtevergabe über die üblichen Box-Streaminganbieter und TV-Partner zu verfolgen. Sportlich lieferte Fury genau das, was nach seinen Niederlagen gegen Oleksandr Usyk erwartet worden war: Kontrolle, Disziplin und ein sauberer taktischer Vortrag.

Makhmudov brachte Reichweite, Physis und Schlagkraft mit, fand aber nie in den Kampf. Fury arbeitete konstant mit dem Jab, wechselte Tempo und Winkel und verhinderte so, dass der Kanadier seine Hände aus stabiler Position schlagen konnte. Statt offener Schlagabtausche bestimmte der Brite die Distanz und zwang Makhmudov in eine reaktive Rolle. Die Wertung fiel entsprechend eindeutig aus: 120:108, 120:108 und 119:109.

Für die Gewichtsklasse ist das Ergebnis mehr als ein Pflichtsieg. Fury musste zeigen, dass er gegen einen ernst zu nehmenden Schwergewichtler noch immer Runden lesen, Rhythmus brechen und Risiken minimieren kann. Genau das gelang ihm. Makhmudov dagegen verpasste die Chance, sich mit einem Prestigeerfolg dauerhaft in die Nähe der Spitzenplätze zu schieben.

Der nächste Auftritt wird nun entscheidend. Bestätigt Fury diese Form gegen einen Top-15-Gegner oder direkten Titelanwärter, ist er im Schwergewicht wieder ein ernsthafter Faktor.

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